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Fußball-Weltmeister Lothar Matthäus ist immer für einen Spruch gut. Foto: Hendrik Schmidt
Fußball-Weltmeister Lothar Matthäus ist immer für einen Spruch gut. Foto: Hendrik Schmidt
31.12.2017

Das sportliche Jahr 2017 in Zitaten

Düsseldorf (dpa) - Auch in diesem Jahr haben viele Sportler mit Sprüchen für gute Unterhaltung gesorgt. Mal absichtlich, mal unabsichtlich. Die Deutsche Presse-Agentur hat die besten Zitate aus dem Jahr 2017 gesammelt.«Wäre, wäre Fahrradkette.» (Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus in einer Sky-Analyse)

«Bitte was? Wenn ich einen Computer am Spielfeldrand sehe, schieße ich den kaputt. Ich war mein ganzes Leben auf dem Fußball-Platz, ich kann 'Büro' nicht mal buchstabieren.» (Der Bezirksliga-Trainer und ehemalige Fußball-Weltmeister Thomas «Icke» Häßler in der «Sport Bild» auf die Frage, ob er ein Laptop-Trainer sei)

«Ich bin in ganz engem Austausch mit Ralph Hasenhüttl und Thomas Tuchel. Wir einigen uns noch, wer Co-Trainer und wer Cheftrainer wird nächstes Jahr.» (Julian Nagelsmann, Trainer des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim, zu Spekulationen, er könne eines Tages Trainer bei Bayern München werden)

«Es ist wichtig, dass die Mannschaft die Unterstützung spürt. Das ist wie früher in der Schule: Wenn die Mädchen geguckt haben, hast du mehr gegeben.» (Trainer Pal Dardai vom Fußball-Bundesligisten Hertha BSC zu der Prognose, dass zum ersten Bundesliga-Heimspiel gegen Ingolstadt nur 35 000 Zuschauer erwartet werden)

«Ich übergebe trotzdem immer noch an ein Mädel, ich darf keinem Buben auf den Arsch hauen.» (Biathletin Vanessa Hinz, die für die Mixed-Staffel bei der WM als Startläuferin nominiert wurde, und an Laura Dahlmeier übergab)

«Du hast eben keinen anderen, du hast ausschließlich dein Team. Wenn du zu Hause spielst, dann sind Mama und Papa da, und der Freund kommt mal vorbei und dann knutschst du donnerstags abends noch mit irgendnem Ollen rum, was weiß ich, aber hier hast du wirklich nur dein Team.» (Die deutsche Tennisspielerin Andrea Petkovic vor dem Fed-Cup-Duell mit den USA auf die Frage, ob ein Auswärtsspiel auch von Vorteil sein kann)

«Es gab nur eine Medaillenkandidatin - auch wenn der «Playboy» gemeint hat, wir haben noch eine.» (Alpinchef Wolfgang Maier bei der Ski-WM nach dem Aus von Viktoria Rebensburg im Riesenslalom und in Bezug auf das Magazin «Playboy» mit Bildern von Rebensburgs Teamkollegin Christina Geiger)

«Die Krankenhäuser sollten in den nächsten neun Monaten mehr Hebammen einstellen, denn heute Nacht wird es viel Liebe geben.» (Der frühere Fußball-Weltmeister Gerard Piqué vom FC Barcelona glaubt nach dem unglaublichen 6:1 gegen Paris Saint-Germain im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League an einen Baby-Boom)

«Ein Bauer muss sich auch ab und zu von seinen Kühen und Schweinen trennen. Das gehört dazu.» (Nagelsmann über Niklas Süle und Sebastian Rudy, die zu Bayern München wechselten)

«Gefahr für sein Gebiss besteht, glaube ich, nicht mehr. Denn so viele Tore schießt er wohl nicht mehr.» (Trainer Ralph Hasenhüttl vom Fußball-Bundesligisten RB Leipzig zum ersten Profi-Tor von Diego Demme, bei dem er einen Schneidezahn verlor)

«Ich habe nichts gegen das Wort Europa. Ich bin ja nicht die AfD.» (Alexander Nouri, Trainer von Fußball-Bundesligist Werder Bremen, auf die Frage, ob sein Verein noch einen Europacup-Platz erreicht)

«Wir danken der Mannschaft, dass sie uns auch in dieser Saison so zahlreich hinterhergereist ist.» (Transparent der Fans des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 beim letzten Saisonspiel in Ingolstadt)

«Heute essen wir sicher keine glutenfreie Pasta. Heute trinken wir nur Bier.» (Torhüter Lukas Hradecky von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt nach dem Einzug ins DFB-Pokalfinale)

«Nach den Spielen dachte ich immer: Wer ist dieser Ewald Lienen, von dem da gesungen wird? Muss ja ein Riesentyp sein! Und dann komm ich nach Hause und meine Frau sagt: «Bring doch mal den Müll runter.» Da wusste ich dann wieder, wo ich herkomme.» (Trainer Ewald Lienen vom Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli)

«Halb besoffen ist rausgeschmissenes Geld.» (Die deutsche Fußball-Nationaltorhüterin Almuth Schult vom VfL Wolfsburg schmunzelnd zur geplanten Intensität der Feier nach dem Pokal-Finalsieg in Köln gegen den SC Sand)

«Am Anfang war ich klar besser. Dann war das Aufwärmen vorbei.» (Der niederländische Tennis-Profi Robin Haase nach seiner klaren Niederlage gegen Rafael Nadal bei den French Open)

«Peter.» (BVB-Trainer Peter Bosz bei seiner Vorstellung zur Frage, wie sein Name ausgesprochen wird)

«Ich habe mein Handy während des Spiels nicht kontrolliert. Obwohl, so wie ich gespielt habe, hätte ich das ruhig tun können.» (Tennisspieler Tommy Haas in Halle auf die Frage, ob er etwas über eine mögliche Wildcard für Wimbledon gehört habe)

«Alle wollen hin, aber nach einer Woche will keiner mehr da sein.» (Der elffache Tour-Etappensieger André Greipel zur Lust der Radprofis auf den Saisonhöhepunkt Tour de France)

«Man muss jetzt auch nicht so tun, als wären Fußballerverträge eine Raketenwissenschaft. Meinen Vertrag kann ich einem Anwalt zum Drüberschauen geben - die Entscheidung treffe ich selbst.» (Fußball-Profi Lars Bender von Bayer Leverkusen in einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung» auf die Frage, warum er keinen Berater mehr habe)

«Wir arbeiten hart, wir trainieren jeden Tag - und ihr tippt nur auf euren Computern rum.» (100-Meter-Weltmeister Justin Gatlin aus den USA)

«Ich denke, es war einfach eine Klausel zwischen Barça und Neymar. Nach dem Motto: Nehmen wir mal drei Zweier, das bezahlt sowieso keiner. Und jetzt ist es doch passiert.» (Sportchef Rudi Völler von Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen zum 222-Millionen-Euro-Transfer von Neymar zu Paris Saint-Germain)

«Hömma Kollege, ich weiß nicht, wat mit dir los ist. Der Motor läuft, der Schlüssel steckt. Meld dich mal bei uns!» (Durchsage von Schalkes Stadionsprecher Dirk Oberschulte-Beckmann während der Partie gegen Leipzig an einen Fan)

«Wenn die Jungs vor dem Fernseher einschlafen, brauchen wir auch keinen Videobeweis. Dann können wir die ganze Nummer abstellen.» (Völler nach einer kritischen Entscheidung des Video-Schiedsrichters beim Spiel gegen Hoffenheim)

«Wir sind es von zu Hause gewohnt, nach der Pfeife einer Frau zu tanzen.» (Nouri über das bevorstehende Bundesliga-Debüt von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus beim Spiel zwischen Hertha BSC und seinen Bremern)

«Grundsätzlich ist die Heim-Mannschaft immer Favorit, aber ich sehe die Chancen bei fifty-fifty.» (Boris Becker, Head of Men's Tennis im Deutschen Tennis Bund, vor dem Abstiegsduell in Portugal)

«Es gibt keine Maulwürfe.» (Dardai über den ungewohnten Kunstrasen in der Europa-League-Partie bei Östersunds FK)

«Der Wagen und ich haben viel gemeinsam: Er hat ein Riesenpotenzial, will aber nicht immer machen, was man ihm sagt.» (Formel-1-Pilot Lewis Hamilton über seinen wechselhaften Mercedes)

«Wir könnten bei Helene Fischer ja mal fragen, ob wir in der Pause des nächsten Konzertes 45 Minuten Fußball spielen könnten. Wir würden gefragt: Auf welche Schnapsideen kommt ihr denn?» (Stephan Schippers, Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach über den Show-Anteil im Fußball)

«Dann hat Cando zweimal gebellt, und dann war das Ding in trockenen Tüchern.» (Trainer Jupp Heynckes über Bedenken vor der Vertragsunterschrift bei Fußball-Meister FC Bayern München und seinen Schäferhund Cando)

«Ich bin ja lernfähig und habe gelernt, dass es Jupp gelungen ist, Hund und Katze zu befrieden. Wer Hund und Katze befriedet, das weiß ich aus eigener Erfahrung, der ist auch in der Lage, den FC Bayern zu trainieren und dementsprechend Erfolg am Ende des Tages zu haben.» (Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zu Bedenken über die Verpflichtung des 72-jährigen Heynckes)

«Früher haben die Spieler auf den Boden geschaut, wenn der Ball versprungen ist. Das brauchst Du heute nicht mehr zu machen, dafür sind die Plätze zu gut. Dafür sagen sie heute: Ich hatte den falschen Reisbrei heut' Mittag und habe Laktose-Intoleranz.» (Völler über technische Fehler im Profi-Fußball)

«Es fehlt immer ein bisschen. Und dadurch fehlt am Ende ziemlich viel.» (Kölns damaliger Trainer Peter Stöger zur Niederlagenserie des FC)

«Fußball ist halt einfach kein Sport, der auf Schnee gespielt werden kann. Der Ball rollt nicht auf Schnee. Der rollt auch nicht auf Wasser. Komischerweise fahren die nicht mal Skirennen, wenn's schneit.» (Hoffenheims Bundesliga-Trainer Julian Nagelsmann)

«Ich habe immer gesagt: Ihr müsst den Kölnern gratulieren, nicht mir!» (Armin Veh, neuer Sportchef des Fußball-Bundesliga-Letzten 1. FC Köln, ironisch auf die Frage nach Glückwünschen zu seinem neuen Job)

«Vor der Saison war ich der Einzige, der den BVB als deutschen Meister getippt hat. Der Kader gibt das sicher her. Letztendlich bin ich vielleicht der Einzige, der keine Ahnung hat.» (Trainer Heiko Herrlich vom Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund)