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Hertha BSC hat Trainer Jos Luhukay vor die Türe gesetzt.
05.02.2015

Hertha BSC trennt sich von Trainer Jos Luhukay

Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat sich am Donnerstag wie erwartet von Trainer Jos Luhukay getrennt und damit auf den Sturz auf einen Abstiegsplatz reagiert. Wie der Tabellen-Vorletzte einen Tag nach der 0:1-Heimniederlage gegen Bayer Leverkusen mitteilte, werden zunächst der ungarische Ex-Profi Pal Dardai und der frühere Co-Trainer Rainer Widmayer die Mannschaft betreuen. Hertha muss am Samstag beim FSV Mainz 05 antreten. Weitere Einzelheiten will der Club um 14.30 Uhr auf einer Pressekonferenz bekanntgeben.

In einer Stellungnahme dankte der Club Luhukay und dessen ebenfalls beurlaubten Assistenten Markus Gellhaus und Rob Reekers ausdrücklich für ihre Arbeit. Luhukay hatte die Berliner Mannschaft nach dem Abstieg 2012 übernommen und direkt zurück die oberste Spielklasse geführt. In der vorigen Saison belegte Hertha BSC Platz elf.

In dieser Saison gab es zuletzt beim 4:4 in Frankfurt nach zwei Gegentreffern in der Schlussphase einen Punktgewinn. Der verspielte Sieg schien Spuren hinterlassen zu haben. Es folgten drei Niederlagen ohne eigenes Tor, darunter vor der Winterpause die 0:5-Heimpleite gegen 1899 Hoffenheim.

Die Kritik am 51-jährigen Luhukay hatte im Lauf dieser Saison zugenommen. Das Verhältnis zur Mannschaft galt zuletzt als angespannt, die Fans hatten am Mittwochabend den Rauswurf von Luhukay gefordert, der zuvor den FC Augsburg in die Bundesliga geführt hatte und mit den Schwaben dort den Klassenverbleib schaffte.

Hertha-Manager Michael Preetz hatte Luhukay nach der jüngsten Niederlage keine Jobgarantie gegeben und Gespräche angekündigt. Der Niederländer selbst war nach der Partie gegen Leverkusen noch davon ausgegangen, die Mannschaft auch auf das Spiel gegen Mainz vorzubereiten. Dazu kam es nach dem verpatzten Start in die Rückrunde nun nicht mehr. «Null Punkte aus zwei Spielen, das ist der Stand der Dinge, das ist die bittere Wahrheit», meinte Herthas Kapitän Fabian Lustenberger.

Vor Luhukay mussten in dieser Saison bereits Mirko Slomka beim Hamburger SV, Jens Keller bei Schalke 04 und Robin Dutt bei Werder Bremen gehen. Armin Veh trat als Cheftrainer des VfB Stuttgart von sich aus zurück.