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Schied bereits im Achtelfinale aus: Angelique Kerber. Foto: John Minchillo/AP
Schied bereits im Achtelfinale aus: Angelique Kerber. Foto: John Minchillo/AP
17.08.2018

Kerber in Cincinnati schon im Achtelfinale ausgeschieden

Cincinnati (dpa) - Nach ihrem Achtelfinal-Aus beim Tennis-Turnier in Cincinati hat Wimbledonsiegerin Angelique Kerber nun reichlich Zeit, sich auf die am 27. August beginnenden US Open vorzubereiten, wo sie an ihre beeindruckenden Leistungen beim Rasen-Klassiker anknüpfen will.Bei ihren bisherigen Auftritten nach dem Wimbledon-Coup ist Kerber das bislang noch nicht gelungen. In Montreal war in der vergangenen Woche gleich zum Auftakt Schluss, in Cincinnati reichte es jetzt nur zum Einzug in die dritte Runde. Dort war am Donnerstag (Ortszeit) gegen die Amerikanerin Madison Keys Endstation.

Wirklich beunruhigen wird Kerber die 6:2, 6:7 (3:7), 4:6-Niederlage gegen Keys aber nicht. Auch vor zwei Jahren tat sie sich nach ihren Triumphen bei den Australian Open und den US Open schwer, wieder in den Alltag zu finden. Daraus hofft sie gelernt zu haben. In Cincinnati stand sie nun zudem immerhin mehr als viereinhalb Stunden lang auf dem Platz, nachdem sie in ihrer ersten Partie die Russin Anastassija Pawljutschenkowa mit 4:6, 7:5, 6:4 niedergerungen hatte.

Und gegen Keys gab es auch viel Positives von Kerber zu sehen. Vor allem im ersten Satz trumpfte die 30-Jährige stark auf, ließ der US-Open-Finalistin des vergangenen Jahres mit ihrem druckvollen Spiel keine Chance. Auch in den Sätzen zwei und drei hielt die Nummer vier der Welt gut dagegen, am Ende entschieden nach knapp zwei Stunden Spielzeit Nuancen zu Gunsten von Keys, die nur einen der zuvor acht Vergleiche gewonnen hatte. «Dieser Sieg fühlt sich gut an», sagte Keys daher.

Kerber dagegen macht sich auf den Weg nach New York, was angesichts des schlechten Wetters in Cincinnati vielleicht kein Nachteil sein muss. Auch am Donnerstag mussten die Profis wieder stundenlang warten, die Partie von Kerber wurde ebenfalls unterbrochen.

Für viele Stars stand im Bundesstaat Ohio daher am Freitag eine Doppelschicht an. Wimbledon-Champion Novak Djokovic musste zunächst seine Partie gegen den Bulgaren Grigor Dimitrow beenden. Und Roger Federer konnte seine Begegnung gegen Leonardo Mayer aus Argentinien am Donnerstag gar nicht erst beginnen. Es stehen also stressige Tage für die Branchenführer an. Kerber kann dagegen weiter Kraft tanken und trainieren. Auch wenn sie lieber noch etwas mehr Spielpraxis gesammelt hätte - ein Nachteil muss das Aus am Ende nicht sein.