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Bundestrainer Joachim Löw hat drei Debütanten in den vorläufigen EM-Kader berufen.
Bundestrainer Joachim Löw hat drei Debütanten in den vorläufigen EM-Kader berufen. © dpa
17.05.2016

Kommentar: Löws Super-Bubis werden den Weltmeistern Dampf machen

Das ist er also, der vorläufige EM-Kader, mit dem Joachim Löw ins Trainingslager nach Ascona fährt. Neben 14 erfahrenen Weltmeistern, hat der Bundestrainer auch einige Spieler-Bubis nominiert, die in der Schweiz für Furore sorgen könnten.

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Hat Bundestrainer Joachim Löw die richtigen Spieler nominiert?

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Die Nominierungen von Joshua Kimmich, Julian Brandt, Julian Weigl und dem Schalker Leroy Sané kommen überraschend, sind aber ein kluger Schachzug des Bundestrainers. Sie werden den altbewährten Nationalspielern wie Lukas Podolski, André Schürrle, Mario Götze oder Benedikt Höwedes ordentlich Dampf machen. Ganz nach dem Motto „Konkurrenz belebt das Geschäft“, müssen sich die Weltmeister in der Schweiz warm anziehen. Falls Bastian Schweinsteiger nicht rechtzeitig fit werden sollte, könnte die Stunde von BVB-Profi Julian Weigl schlagen. Der 19-Jährige hat neben Leroy Sané aus dem Bubi-Quartett die größten Chancen, ein begehrtes Ticket für den endgültigen EM-Kader zu bekommen. Julian Brandt und Joshua Kimmich müssen diese EM wohl noch vor dem TV-Gerät verfolgen, wenn der endgültige Kader benannt wird.

Nicht überraschend ist derweil die Nominierung von Mario Gomez. Der Stürmer hat sich die Teilnahme in Frankreich mehr als verdient. 26 Tore erzielte „Super-Mario“ in der abgelaufen Saison für Besiktas Istanbul und hatte damit einen großen Anteil am Gewinn der türkischen Meisterschaft. Skandalnudel Max Kruse hat zu Recht keine Einladung von Joachim Löw bekommen. Nach seinem Wechsel von Gladbach nach Wolfsburg konnte der 28-Jährige nur noch selten überzeugen. Für Schlagzeilen sorgte er zumeist nur noch neben dem Platz.

Enttäuscht wird vor allem auch Christoph Kramer sein. Seit seinem Gladbach-Weggang läuft auch er seiner Form in Leverkusen meistens nur noch hinterher. Der Bundestrainer hat mit seinen Entscheidungen deutliche Zeichen gesetzt und knallhart nach dem Leistungsprinzip entschieden. Mit einem guten Mix aus erfahrenen und jungen Wilden will er am 10. Juli in Paris den begehrten EM-Pokal in die Höhe reißen. Ich bin jedenfalls optimistisch und glaube fest an den Titel.