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olympia © dpa
11.02.2014

Langläufer Wenzl enttäuscht - Herausforderung mildes Wetter

Sotschi.  Die deutschen Langläufer mussten zum Auftakt der olympischen Sprintwettbewerbe in Sotschi eine herbe Enttäuschung hinnehmen. Der hoch eingeschätzte Josef Wenzl verpasste am Dienstag überraschend das Viertelfinale der besten 30. Als 31. fehlten ihm nur 22 Hundertstelsekunden.

Besser machte es Tim Tscharnke, der auf Rang 28 kam. Die Weltcup-Führende Denise Herrmann erfüllte am Vormittag des vierten Wettkampftages die Erwartungen und zog als Achte in die nächste Runde ein. Hanna Kolb wurde 30. und schaffte gerade noch den Sprung ins Viertelfinale.

Die erste Goldmedaille des Tages sicherte sich die Kanadierin Dara Howell bei der Olympia-Premiere im Ski-Slopestyle. In den Bergen von Krasnaja Poljana gewann die 19 Jahre alte WM-Zweite überlegen vor Devin Logan aus den USA. Bronze sicherte sich Howells Teamkollegin Kim Lamarre. Für Kanada war es schon der vierte Olympiasieg in Sotschi. Die 17 Jahre alte deutsche Starterin Lisa Zimmermann hatte sich nicht für das Finale der besten Zwölf qualifizieren können.

Ein Thema in Sotschi: das Wetter. Die milden Temperaturen in der Bergregion um Krasnaja Poljana stellen die Olympia-Macher vor Herausforderungen. Sorgen machen sich die Organisatoren aber noch nicht. «Wir haben ein starkes Programm für die Lagerung und Produktion von Schnee», sagte Alexandra Kosterina, Sprecherin des Sotschi-Organisationskomitees, am Dienstag. In den vergangenen zwei Jahren seien Schneemassen gesammelt und gelagert worden - mehr als 700 000 Kubikmeter. Außerdem stünden Hunderte Schneemaschinen bereit.

Bis zu zehn Grad sollte es am Dienstag an der Schwarzmeerküste warm werden. In der Bergregion lagen die Temperaturen mit plus fünf Grad ebenfalls deutlich über dem Gefrierpunkt. Am Vormittag war das letzte Training für die Damen-Abfahrt abgesagt worden. Die Wärme sorgte auch für Probleme an der Snowboard-Halfpipe, bei den Langläufern gab es ebenfalls Kritik.