nach oben
Im Hinrunden-Revierderby kämpfen der Dortmunder Raphael Guerreiro (r) und der Schalker Daniel Caligiuri (l) um den Ball.
Im Hinrunden-Revierderby kämpfen der Dortmunder Raphael Guerreiro (r) und der Schalker Daniel Caligiuri (l) um den Ball. Foto: Friso Gentsch
15.04.2018

Rückspiel nach legendärem 4:4: Revierderby im Fokus

Berlin (dpa) - Die Sonntagsspiele der Fußball-Bundesliga stehen im Zeichen des Revierderbys. Borussia Dortmund will mit einem Sieg am FC Schalke 04 vorbeiziehen und wieder die Vorherrschaft im Revier übernehmen.«Es ist einfach die Mutter aller Derbys», sagte Schalke-Trainer Domenico Tedesco zur Partie um 15.30 Uhr. Im zweiten Sonntagsspiel ist RB Leipzig drei Tage nach dem bitteren Aus in der Europa League bei Werder Bremen zu Gast.

«Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die unbedingt gewinnen wollen», sagte Tedesco vor dem Duell mit dem BVB. Acht Tage nach der 2:3-Niederlage der Königsblauen beim Hamburger SV rechnet Dortmund-Coach Peter Stöger mit einer stark verbesserten Gelsenkirchener Mannschaft vor heimischem Publikum. «Ich gehe davon aus, dass die Schalker ein anderes Gesicht zeigen als in Hamburg.»

Stöger, der seine Revierderby-Premiere feiert, hat als Trainer eine starke Bilanz gegen S04. Noch nie hat der frühere Coach des 1. FC Köln in der Schalker Arena verloren. «Ich fahre gerne in dieses Stadion, habe dort gute Erinnerungen», sagte er. «Ich freue mich auf dieses Spitzenspiel und bin froh, dass ich es als BVB-Trainer angehen kann. Die Brisanz ist immer da, die Ausgangsposition macht es noch spannender.» Nur einen Punkt liegt sein Team hinter dem Rivalen. Ein Sieg wäre für beide Clubs ein großer Schritt in Richtung Champions-League-Teilnahme.

Zudem sinnt der BVB nach dem legendären Hinspiel auf Revanche. «Das Hinspiel werden wir alle nie vergessen. Deshalb wollen wir erst recht gewinnen», sagte Mittelfeldspieler Nuri Sahin. Beim 4:4 verspielte die Borussia leichtfertig eine 4:0-Pausenführung.

Vier Tore waren auch am Donnerstag in Marseille zur Halbzeit gefallen. 3:1 führte Olympique gegen Leipzig und schoss die Sachsen am Ende mit 5:2 aus dem Wettbewerb. «Ab jetzt gilt es, unsere volle Konzentration auf die verbleibenden Bundesliga-Partien zu richten», sagte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl. «Wir werden uns mit allem, was wir haben, wehren. Abschreiben sollte man uns nicht.» Für Leipzig geht es darum, sich im Rennen um die Königsklassen-Plätze gut zu positionieren.

Mit den Bremern wartet ein unangenehmer Gegner auf RB. Die Hanseaten sind in neun Heimspielen unter Trainer Florian Kohfeldt noch ungeschlagen, gewannen sechs Partien und spielten dreimal unentschieden. «Werder ist ein Gegner, der sehr variabel und giftig agiert», sagte Hasenhüttl.

Die Bremer benötigen noch einen Sieg, um die Planungen für die neue Bundesliga-Saison starten zu können. «Wir sind nach wir vor nicht gerettet», warnte Sportchef Frank Baumann. Nach dem schwachen Auftritt in Hannover (1:2) kündigte Coach Kohfeldt eine Reaktion an. «Ich kann versprechen: Am Sonntag werden wir da sein und eine gute Leistung bringen.»