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Trikot zerrissen - EM-Gold verspielt © dpa
15.08.2014

Skandal bei Leichtathletik-EM: Trikot zerrissen - EM-Gold verspielt

Bei der Leichtathletik-EM staunten 15 000 Zuschauer im Letzigrund-Stadion über Mahiedine Mekhissi-Benabbad: Der Franzose zog als Führender im Finale über 3000-Meter-Hindernis eingangs der Zielgeraden sein Trikot aus wie ein Fußballer beim Torjubel.

Bildergalerie: Leichtathletik-EM: Trikot zerrissen - Franzose wird disqualifiziert

Mit dem Stoff zwischen den Zähnen gewann er nach 8:25,30 Minuten und freute sich schon über seinen vermeintlich dritten EM-Titel nacheinander. Zunächst hatte er Glück, dass er dafür nur eine Verwarnung kassierte, doch nach einem Protest der Spanier wurde er disqualifiziert.

Umfrage

Disqualifikation, weil sich ein Leichtathlet im Freudentaumel das Trikot vom Leib reißt. Das finde ich ...

völlig überzogen 72%
gerechtfertigt 26%
weiß nicht 2%
Stimmen gesamt 1179

Neuer Europameister wurde sein Landsmann Yoann Kowal (8:26,66 Minuten) vor dem Polen Krystian Zalewski (8:27,11) und dem Spanier Angel Mullera (8:29,16). «Da habe ich nicht viel nachgedacht. Ich konnte meine Emotionen nicht zurückhalten», erklärte Mekhissi-Benabbad bei Eurosport völlig konsterniert. Für den Kieler Steffen Uliczka reichte es nur zu Rang sieben.