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Andreas Wellinger zählt in Lahti zu den Favoriten. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Andreas Wellinger zählt in Lahti zu den Favoriten. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
25.02.2017

Skispringer Wellinger und Eisenbichler Medaillenkandidaten

Lahti (dpa) - Nach dem goldenen Freitag mit den Titelgewinnen von Johannes Rydzek und Carina Vogt gehen die deutschen nordischen Skisportler bei den Weltmeisterschaften im finnischen Lahti heute erneut auf Medaillenjagd.Allerdings sind die Prognosen nicht ganz so gut, denn vor allem im Langlauf sind die DSV-Athleten krasse Außenseiter. Die Skispringer Andreas Wellinger und Markus Eisenbichler haben jedoch Chancen auf Edelmetall im Wettbewerb von der Normalschanze.

Vor zwei Jahren in Falun hatte Severin Freund dieses Springen dominiert und den Titel geholt. Doch der deutsche Vorzeigeathlet riss sich vor der WM im Training das Kreuzband und fällt für den Rest der Saison aus. Vor allem Wellinger steigerte sich danach enorm und zählt zu den großen Favoriten. Der zweimalige Weltmeister Sven Hannawald traut dem 21-Jährigen nach zuletzt acht Podestplatzierungen im Weltcup sogar den Titel zu. «Wenn alles zusammenpasst, könnte es eventuell auch für ganz oben reichen», sagte Hannawald.

Auch Martin Schmitt, der 2001 in Lahti zweimal Gold gewann, zählt Wellinger zu den Favoriten. «Andreas hat eine sehr stabile Form und Einzelsprünge, die herausragend sind. Er kann aus eigener Kraft in jedem Wettbewerb eine Medaille gewinnen», erklärte der viermalige Weltmeister.

Eisenbichler gehört ebenfalls zum Favoritenkreis. Der 25-Jährige hat die Weltcup-Pause vor der WM intensiv genutzt. Nachdem er im Dezember in Lillehammer erstmals auf dem Podium gelandet war, würde er diesen Erfolg bei der WM gerne wiederholen.

Im Langlauf-Lager setzt man im Skiathlon auf die Jugend. Bei den Damen starten mit Katharina Hennig, Victoria Carl und Sofie Krehl gleich drei maximal 21-Jährige an der Seite von Sandra Ringwald.

Im Herren-Wettbewerb gehen Jonas Dobler, Florian Notz und Lucas Bögl in die Loipe. Schon ein Platz unter den besten 15 wäre ein Erfolg. In beiden Wettbewerben sollten in erster Linie die Norweger ganz vorn landen.