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Das deutsche Team ist auch in der Kombinierer-Staffel Favorit. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Das deutsche Team ist auch in der Kombinierer-Staffel Favorit. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
26.02.2017

Zwei Gold-Chancen: Kombinierer und Skispringer favorisiert

Lahti (dpa) - Die Medaillenjagd der deutschen Mannschaft bei den nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Lahti könnte am Sonntag einen neuen Höhepunkt erreichen.In drei der vier Wettbewerbe zählen die DSV-Athleten zu den Kandidaten auf Edelmetall, in der Kombinierer-Staffel sowie im Mixed-Wettbewerb der Skispringer sogar zu den großen Titelfavoriten.

Nach dem grandiosen Einzel-Ergebnis der Kombinierer kann es eigentlich nur einen Sieger geben. Die Schützlinge von Bundestrainer Hermann Weinbuch hatten mit Johannes Rydzek, Eric Frenzel, Björn Kircheisen und Fabian Rießle die ersten vier Plätze am Freitag belegt. «Natürlich wollen wir unseren Titel verteidigen. Aber auch da muss alles passen», sagte Weinbuch. Besonders für den 33 Jahre alten Kircheisen könnte der Sonntag ein besonderer Tag werden. Achtmal hat er in seiner Laufbahn bereits WM-Silber gewonnen, Gold noch nie. «Das wäre die Krönung der Karriere, wenn es klappen würde», sagte der Sachse.

Nicht ganz so deutlich favorisiert sind die Skispringer im Mixed-Wettbewerb. Mit Weltmeisterin Carina Vogt steht nur eine Athletin im Aufgebot, die vor zwei Jahren in Falun beim damals überraschenden Sieg dabei war. Doch mit den am Samstag medaillendekorierten Andreas Wellinger und Markus Eisenbichler sowie der Sechstplatzierten Svenja Würth hat der DSV weitere ganz starke Athleten am Start. «Die Österreicher sind stark, auch die Japaner. Vielleicht kommen ja noch die Slowenen und Norweger. Ein Selbstläufer wird es nicht, aber wir gehören zu den Goldkandidaten», sagte Herren-Bundestrainer Werner Schuster.

Eine Medaillenchance hat auch das Langlaufduo Nicole Fessel/Stefanie Böhler im Team-Sprint. Die schwere Strecke könnte den beiden routinierten Läuferinnen entgegenkommen. Die Favoriten sind Norwegen und Finnland - auch bei den Männern. Dort sollen Sebastian Eisenlauer und Thomas Bing soweit vorn wie möglich ankommen.