Weltrekord-Vierer
Der deutsche Frauen-Bahnrad-Vierer stellte in Tokio einen neun Weltrekord auf.  Foto: Sebastian Gollnow/dpa 
Männer-Vierer
Der Männer-Vierer legte einen deutschen Rekord auf das Parkett.  Foto: Sebastian Gollnow/dpa 

Frauen-Bahnrad-Vierer fährt Weltrekord - Männer Siebte

Izu (dpa) - Der Vierer der Frauen hat bei den olympischen Bahnrad-Wettbewerben sensationell einen Weltrekord aufgestellt.

Franziska Brauße (Eningen), Lisa Brennauer (Durach), Lisa Klein (Erfurt) und Mieke Kröger (Bielefeld) fuhren am Montag in Izu in der Qualifikation in 4:07,307 Minuten und verbesserten damit die alte Fabelzeit der britischen Frauen um fast drei Sekunden.

Damit hat das deutsche Team gute Chancen, das Finale der zwei besten Mannschaften zu erreichen. In der nächsten Runde reicht dafür ein Sieg gegen die Italienerinnen, die in der Qualifikation fast vier Sekunden langsamer waren. Am ehesten kam noch die britische Mannschaft (4:09,022) an die deutsche Zeit heran.

«Wir hatten einen richtig guten Tag»

«Wir hatten einen richtig guten Tag. Wir wussten schon vom Training her, dass es drin ist. Ich habe zu den Mädels gesagt: 'Das ist mein Traum, das oben an der Anzeigetafel zu sehen.' Und dann haben wir das umgesetzt. Wir sind super stolz und nehmen das als Motivation für morgen mit», sagte Brennauer und fügte hinzu: «Träumen darf man immer. Wir wollen das Rennen mit der gleichen Konzentration durchziehen und dann ist alles drin.»

Als die Weltrekordzeit im Izu Velodrome gestoppt wurde, ballte Brennauer unter dem großen Jubel der rund 1000 Zuschauer die Faust. Im Gegensatz zu den Wettbewerben in Tokio sind in Izu Zuschauer erlaubt. «Ich muss gleich weinen», sagte ZDF-Expertin Kristina Vogel. Die nächste Runde wird am Dienstag (8.30 Uhr MESZ) ausgetragen.

Männer mit deutschem Rekord

Der Bahnrad-Vierer der Männer fuhr indes mit deutschem Rekord auf Platz sieben. Theo Reinhardt (Berlin), Felix Groß (Leipzig), Leon Rohde (Hamburg) und Domenic Weinstein (Villingen-Schwenningen) legten eine Zeit von 3:50,830 Minuten hin. Damit bleibt zumindest noch die Chance, das kleine Finale zu erreichen. Die vier schnellsten Zeiten fuhren Dänemark, Italien, Neuseeland und Großbritannien. Die nächste Runde wird am Dienstag (9.22 Uhr MESZ) ausgetragen.

Seit der Goldfahrt in Sydney vor 21 Jahren wartet Deutschland in der einstigen Paradediszplin auf eine olympische Medaille. Fünf Olympiasiege und 16 Weltmeistertitel gewannen deutsche Vierer seit 1962. Nach dem zweiten Platz bei der WM 2002 fuhren deutsche Teams der Weltspitze aber nur noch hinterher.

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