Roger Federer besiegte Stan Wawrinka in vier Sätzen. Foto: Michel Euler/AP
Roger Federer besiegte Stan Wawrinka in vier Sätzen.  Foto: Michel Euler/AP 

French Open: Nadal trifft im Halbfinale auf Federer

Nach einer etwa einstündigen Regenunterbrechung setzte sich Nadal einen Tag nach seinem 33. Geburtstag gegen den früheren US-Open-Finalisten Kei Nishikori aus Japan in 1:51 Stunden mit 6:1, 6:1, 6:3 durch und zog bei seiner 15. Roland-Garros-Teilnahme zum zwölften Mal in das Semifinale ein. Federer entschied bei seinem ersten Start in Paris seit 2015 das Duell mit seinem Schweizer Landsmann Stan Wawrinka in 3:35 Stunden mit 7:6 (7:4), 4:6, 7:6 (7:5), 6:4 für sich.

«Wir haben die wichtigsten Momente unserer Karriere gemeinsam auf dem Platz verbracht. Es wird ein besonderer Augenblick werden», sagte Nadal vor dem 39. Vergleich mit Federer. Im direkten Vergleich führt der Spanier mit 23:15, bei den French Open lautet die Bilanz 6:0. «Einer der Gründe, wieder auf Sand zu spielen, war es, eine Chance zu haben, gegen Rafa zu spielen. Jetzt kriege ich das Match», sagte Federer, der zuletzt 2012 bei den French Open im Halbfinale stand.

Bei den Damen zog Johanna Konta als erste Britin seit 36 Jahren in das Halbfinale ein. Zwei Stunden bevor die Spiele wegen einer Gewitterwarnung unterbrochen werden mussten, setzte sich die 28-Jährige gegen die Vorjahresfinalistin Sloane Stephens aus den USA mit 6:1, 6:4 durch. Letzte Britin unter den besten vier in Roland Garros war Jo Durie im Jahr 1983. Konta trifft im Kampf um den Einzug in ihr erstes Endspiel bei einem der vier wichtigsten Turniere auf die 19 Jahre alte Tschechin Marketa Vondrousova.

Einen überraschenden Erfolg feierte das deutsche Doppel Kevin Krawietz und Andreas Mies. Der 27 Jahre alte Coburger Krawietz und sein ein Jahr älterer Kölner Partner gewannen 6:1, 6:7 (4:7), 7:6 (7:3) gegen das serbische Duo Dusan Lajovic und Janko Tipsarevic. Krawietz und Mies treffen nun auf die Argentinier Guido Pella und Diego Schwartzman. «Halbfinale bei einem Grand Slam, da bekomme ich immer noch Gänsehaut, wenn ich das höre», sagte Krawietz und gab zu: «Das ist immer noch etwas unwirklich.»

Die Deutschen hatten auf dem Weg in ihr erstes Halbfinale bei einem Grand Slam zuvor das an Nummer vier gesetzte Weltklasse-Doppel Oliver Marach/Mate Pavic, Australian-Open-Sieger von 2018, sowie die ebenfalls favorisierten Nicolas Mahut/Jürgen Melzer bezwungen.