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Unter Druck geriet der 1. BSC Pforzheim mit Spielertrainer Kevin Schneider (rechts) beim Tabellenletzten Darmstadt.  PZ-Archiv/J. Keller
Unter Druck geriet der 1. BSC Pforzheim mit Spielertrainer Kevin Schneider (rechts) beim Tabellenletzten Darmstadt. PZ-Archiv/J. Keller
21.12.2015

1. BSC Pforzheim geht in Darmstadt baden

Pforzheim. So haben sich die Wasserballer des 1. BSC Pforzheim den Jahresabschluss in der 2. Liga nicht vorgestellt: Beim bis dato punktlosen Tabellenletzten WV Darmstadt erwischte der BSC einen rabenschwarzen Tag und unterlag mit 8:9 (0:2, 1:1, 3:1, 5:4).

Als klarer Favorit und fast in Topbesetzung traten die Pforzheimer zum letzten Spiel im Kalenderjahr in Hessen an, mit Jens Höckele fehlte nur ein Stammspieler. Doch die ersten beiden Spielabschnitte gehörten überraschend den Hausherren. „Im ersten Viertel haben wir überhaupt keinen Zugriff aufs Spiel gefunden, vorne sind wir zu keiner Torchance gekommen“, ärgerte sich BSC-Spieler Marcel Schneider. Auch sein Bruder Kevin, Trainer der Zweitligamannschaft, musste nüchtern feststellen: „Die erste Halbzeit haben wir komplett verschlafen. In der Folge wurde es zwar ein bisschen besser, aber wir haben zu keinem Zeitpunkt wirklich ins Spiel gefunden.“

Nachdem die Darmstädter vier Minuten vor dem Ende sogar auf 8:5 davonzogen, war die Entscheidung so gut wie gefallen. Die Goldstädter blieben weit unter ihren Möglichkeiten und mussten die zwei Punkte am Ende verdient abgeben. Trainer Kevin Schneider ist nach der mageren Punkteausbeute zu Saisonbeginn sichtlich angefressen: „Zwei Punkte aus vier Spielen ist nicht das, was wir uns vorgestellt und vorgenommen haben. Aber jetzt gilt es eben, unsere Fehler aufzuarbeiten, damit wir im neuen Jahr wieder voll angreifen können.“ Darmstadt zieht aufgrund der besseren Tordifferenz in der Tabelle sogar an den Pforzheimern vorbei, die auf Platz sechs abgerutscht sind.

Grund für das ausbaufähige Abschneiden ist dabei sicherlich auch die schwierige Bädersituation in der Stadt. Seit mehreren Monate herrscht Ungewissheit. „Man merkt leider auch immer mehr, dass wir durch diese Situation mit den Bädern nur noch zwei Trainingseinheiten pro Woche im Wasser absolvieren können. Für die zweite Liga im Wasserball reicht das definitiv nicht aus. Aber wir hoffen auf eine vernünftige und akzeptable Lösung im kommenden Jahr“, sagt Marcel Schneider.

Im Januar stehen bereits die nächsten schwierigen Auswärtsspiele in Leimen/Mannheim und Ludwigshafen an. Das nächste Heimspiel der Pforzheimer findet erst Ende Februar statt, mit ein wenig Glück vielleicht schon in der vertrauten Heimstätte im Emma-Jaeger-Bad.

1. BSC Pforzheim: Uhlig – Bohnenberger, Müller, Hammel, M. Schneider, K. Schneider (2), Busmann (2), Wottschel (1), Völkle (2), Sachs (1), Harnos, Marin.