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Volltreffer: Gras, Sand und Dreck fliegen durch die Luft, als Marco Bornhauser den Ball entschlossen zum 1:1 ins Tor des SC Pfullendorf jagt.   Ripberger
Volltreffer: Gras, Sand und Dreck fliegen durch die Luft, als Marco Bornhauser den Ball entschlossen zum 1:1 ins Tor des SC Pfullendorf jagt. Ripberger
05.10.2015

1. CfR Pforzheim: Ein Sieg der Mentalität

Mit fünf Siegen vom vierten bis zum neunten Spieltag hatte der 1. CfR Pforzheim als Aufsteiger seine Oberliga-Tauglichkeit bereits unter Beweis gestellt. Am Samstag fügte der Verein seiner Sammlung von Erfolgen ein Stück hinzu, das wenig schimmert, kaum Glanz verbreitet.

Fußballer sprechen in so einem Fall gerne von einem „dreckigen Sieg“. Und doch kann das 2:1 (1:1) gegen den Tabellenvorletzten SC Pfullendorf am Ende besonders wertvoll sein, weil der Spielverlauf denkwürdig war. Weil der Siegtreffer durch Sebastian Rutz erst in der Nachspielzeit fiel. Und weil die Mannschaft Herz und Leidenschaft im besonderen Maße unter Beweis stellen musste.

Als klarer Favorit waren die Pforzheimer ins Spiel gegangen. „Aber wir wussten“, sagt Trainer Teo Rus, dass es nicht einfach wird. Pfullendorf ist ein sehr unangenehmer Gegner.“ Wie unangenehm – das stellten die CfR-Kicker schnell fest, als Pfullendorf durch Mehmet Levet bereits in der 9. Minute in Führung gegangen war. Und bis zur zweiten Minute der Nachspielzeit (Stand 1:1) sah es so aus, als würden die Gäste zumindest einen Punkt entführen. Für den CfR-Kapitän kam das nicht überraschend: „Wir wussten, dass wir Favorit sind. Wir wussten, was das für ein Spiel werden kann. Aber da kann man noch so viel reden . . .“, analysierte Rutz die nervenaufreibende Partie, unter die er mit dem 2:1 den erlösenden Schlusspunkt gesetzt hatte.

Dass es aber überhaupt so spannend wurde, daran hatten auch die Pforzheimer ihren Anteil. Ein zu kurz geratener Rückpasse von Serach von Nordheim ermöglichte den Gästen die frühe Führung. Und als der CfR nach dem 1:1 durch Marco Bornhauser (39.) vehement auf den Siegtreffer drängte, sah Abwehrspieler Matthias Fixel für eine Notbremse die Rote Karte (69.). So musste die Jagd nach dem Siegtreffer in Unterzahl fortgesetzt werden. Dass die Jagd erfolgreich endete, kommentierte Sebastian Rutz mit den Worten: „Wir haben das Glück erzwungen.“ Marco Bornhauser verweist nach den anfänglichen Schwierigkeiten für den Aufsteiger auf die positive Entwicklung in den vergangenen Wochen: „Es hat sich einiges geändert, zum Beispiel bei der Laufbereitschaft. Jetzt will jeder den Ball.“

Der Sieg war letztlich auch wichtig für das Selbstvertrauen. Das kann vor dem Derby am kommenden Freitag beim Tabellenführer und Lokalrivalen FC Nöttingen ja nicht groß genug sein.

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