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Sorgt als Abwehrspieler im Sturm für Gefahr: CfR-Neuzugang Serach von Nordheim (rechts). Foto: Becker
Sorgt als Abwehrspieler im Sturm für Gefahr: CfR-Neuzugang Serach von Nordheim (rechts). Foto: Becker
14.09.2015

1. CfR Pforzheim: Hemmungslos in der Fremde

Wenn es möglich wäre, würde Teo Rus am liebsten alle Spiele in den nächsten Wochen auswärts bestreiten. Denn auswärts fühlt sich der 1. CfR Pforzheim derzeit irgendwie wohler. Das hat auch das 3:1 am Samstag beim Freiburger FC gezeigt. Im Breisgau fuhr der Fußball-Oberligist – nach dem 3:0 vor zwei Wochen in Sandhausen – den zweiten Saisonsieg ein.

„Es stimmt, auswärts spielen wir momentan befreiter auf“, sagt Teo Rus. Nach der ärgerlichen 0:1-Heimniederlage gegen Hollenbach präsentierten sich seine Jungs am Wochenende endlich so, wie es sich der Coach vorstellt. Kämpferisch stark, spielerisch überzeugend. „Wir waren viel präsenter auf dem Platz als in den vergangen Spielen, haben uns etwas zugetraut und Druck ausgeübt“, freut sich Rus.

Kräftig Druck abgelassen hat dagegen Serach von Nordheim. Und zwar mit seinem starken rechten Fuß in der 52. Minute. Der Neuzugang zog aus rund 20 Metern ab, sein Schuss war für Freiburgs Keeper Tim Kodric unhaltbar. „Eine wunderbare Aktion“, meint Rus im Rückblick, der viel von seinem Abwehr-Ass hält. „Sein Spiel ist dynamisch und er hat einen guten Schuss.“ Wenn sich der 25-Jährige in den Angriff mit einschaltet, sorgt er immer für Gefahr.

Für die Gefahrenbeseitigung war dagegen am Samstag Manuel Salz zuständig. Beim Stand von 0:0 bewahrte der CfR-Torhüter mit seiner Ruhe und Abgeklärtheit in einer Eins-gegen-eins-Situation sein Team vor einem Rückstand. Beim Stand von 2:1 hielt er laut Teo Rus „einen Unhaltbaren“. „Manuels Leistung war überragend“, gab es vom Pforzheimer Coach ein Sonderlob. „Wir wissen, was wir an ihm haben. Egal, ob im Spiel oder im Training, er gibt immer Vollgas.“ Auch wenn es im Trainingsspielchen gegen seinen Bruder Dominik Salz geht? „Dann erst recht“, grinst Rus, „doch die beiden passen schon auf, dass sich niemand verletzt.“

Bleibt noch zu klären, warum der CfR auswärts ein anderes Gesicht zeigt als daheim im Holzhof-Stadion vor eigenem Publikum. „Das ist schwer zu sagen“, meint Rus. „Zu Hause spielen wir in der Tat zurückhaltender. Vielleicht liegt es daran, dass die Erwartungshaltung von einigen Zuschauern groß ist. Zu Recht sind die Fans auch kritisch mit uns. Gut möglich, dass dies die Mannschaft etwas hemmt.“

Da kann man nur hoffen, dass sein Team am kommenden Samstag um 15.30 Uhr gegen den FC Villingen die Hemmungen ablegt. Schließlich will der Aufsteiger (Platz 14/6 Punkte) gegen die Gäste, die mit ebenfalls sechs Punkten derzeit 15. sind, nachlegen. „Es wird Zeit, dass zu Hause der Knoten platzt“, sagt Rus und fordert den dritten Saisonsieg. Die Zuversicht ist da: „Die Spieler finden langsam zu ihrer Form, die Mannschaft ihren Rhythmus. Wir kommen jetzt.“

In die Goldstadt kommt aber erst einmal der FC Villingen, den Co-Trainer Marcel Rusch am Mittwoch (17.45 Uhr) bei dessen Heimspiel gegen den FC Nöttingen unter die Lupe nehmen wird. Am Dienstag, 22. September, (Anpfiff 18 Uhr) erwartet der CfR dann den SSV Reutlingen. „Zwei Spiele, sechs Punkte, das wär’s“, meint Teo Rus. Die Heimbilanz wäre mit einem Schlag aufgepeppt.