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Offensiv harmlos: Auch in dieser Szene haben die Pforzheimer mit Joao Tardelli (rechts) beim Kopfballversuch im Göppinger Strafraum nichts zu bestellen. Foto: Ripberger
Offensiv harmlos: Auch in dieser Szene haben die Pforzheimer mit Joao Tardelli (rechts) beim Kopfballversuch im Göppinger Strafraum nichts zu bestellen. Foto: Ripberger
01.05.2017

1. CfR Pforzheim bleibt beim 0:2 gegen Göppingen offensiv blass

Pforzheim. Es war einer dieser Tage, an dem die Gastgeber wohl noch ewig hätten weiterspielen können, ohne ein Tor zu erzielen. Nach 90 Minuten musste sich der 1. CfR Pforzheim dem 1. Göppinger SV in der Fußball-Oberliga mit 0:2 (0:1) geschlagen geben. Nach dem dritten sieglosen Spiel in Serie und der ersten Heimniederlage in dieser Saison rücken die anvisierten Plätze drei bis fünf für den CfR in weite Ferne.

Aufsteiger Göppingen ergatterte dagegen wichtige Punkte im Abstiegskampf. „Das war ein großer Schritt. Dem CfR tut es nicht sehr weh“, resümierte SV-Trainer Gianni Coveli. Sein Pendant Teo Rus hatte die Gründe für die Pleite und die anhaltende Talfahrt schnell ausgemacht: „Wir haben keine Tiefe im Spiel, entwickeln kaum Torgefahr. Viele sind formschwach.“ Noch drei Partien stehen bevor, dann „haben wir es hinter uns“, ergänzte Rus vielsagend.

Schon beim temporeichen Beginn war zu erkennen, dass für die württembergischen Gäste viel auf dem Spiel steht. Dabei hat Göppingen ungute Erinnerungen an das Holzhof-Stadion, da dort die Aufstiegs-Relegation in die Oberliga in der Spielzeit 2014/15 gegen den CfR verloren ging. Die Pforzheimer traten personell geschwächt ohne den erkälteten Dirk Prediger, den am Oberschenkel verletzten Matthias Fixel und zunächst ohne den an der Schulter lädierten Top-Scorer Dominik Salz an.

Nach einem Abpraller sorgte Göppingens Mittelstürmer Maxi Ziesche per Außenrist mit dem ersten Torschuss für die Gästeführung (14.). Der SV agierte zielstrebiger und hätte bei Ziesches Doppelchance zehn Minuten später erhöhen können. Der CfR war zwar bemüht, verzweifelte ohne einen klassischen Abnehmer im Sturmzentrum jedoch häufig an der massierten Fünferkette der Gäste. Auch im zweiten Abschnitt blieben die Goldstädter zunächst ohne Torchance, bis Rus mit Salz und Salvatore Tommasi frische Offensivkräfte brachte. Salz sorgte nach einem feinen Heber von Tim Schwaiger gleich für Gefahr (65.). Auf der Gegenseite scheiterte Michael Renner an Xaver Pendinger, der für Manuel Salz ins Pforzheimer Tor rotiert wurde. Der Nachwuchskeeper war kurz darauf machtlos, als Tobias Armbruster freistehend zum 0:2 einschoss (83.).

Der CfR gab sich im Anschluss nicht auf – doch weder Salz (85.) noch Filip Milisic (87.) konnten verkürzen. Salz haderte anschließend mit „vielen Abstimmungsproblemen. Die Durchschlagskraft fehlt.“ CfR-Kapitän Sebastian Rutz warnte indes sein Team: „Wir können uns eine eigentlich gute Saison noch in den letzten zwei, drei Spielen kaputt machen.“