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Pforzheimer Jubel nach dem 1:0: Sebastian Rutz, Mosa El Arkoubi, Matthias Fixel und Marco Bornhauser (von links) feiern Torschütze Joao Tardelli, die Reutlinger Abwehrspieler schauen bedröppelt zu. Foto: Becker
Pforzheimer Jubel nach dem 1:0: Sebastian Rutz, Mosa El Arkoubi, Matthias Fixel und Marco Bornhauser (von links) feiern Torschütze Joao Tardelli, die Reutlinger Abwehrspieler schauen bedröppelt zu. Foto: Becker
23.09.2015

1. CfR Pforzheim bleibt gegen SSV Reutlingen in Erfolgsspur

Der 1. CfR Pforzheim setzt seinen Vormarsch in der Fußball-Oberliga fort. Mit dem 4:2 (3:0)-Heimerfolg am Dienstag im Nachholspiel gegen den SSV Reutlingen – dem dritten Sieg in Folge –verbesserte sich der Aufsteiger auf Tabellenplatz sieben. Dem 1:0 durch Joao Tardelli (17.) ließen Dirk Prediger (27.) und Salvatore Tommasi (45.) noch vor der Pause weitere Treffer folgen. Nach dem Seitenwechsel verkürzte Reutlingen zwar durch Giuseppe Ricciardi (54.) und Tom Schiffel (71.), doch das zwischenzeitliche 4:1 durch Dragan Paljic (68.) war letztlich die Entscheidung.

„Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht“, freute sich CfR-Trainer Teo Rus. Die erste Halbzeit hatte sein Team sehr dominant gespielt. Nach der Pause sah Rus auch einige Wackler seiner Elf. Doch spielentscheidend war das am Ende nicht mehr.

Einen Rückschlag gab es für die Pforzheimer aber auch. Torjäger Dominik Salz, der bereits nach einem kürzlich erlittenen Nasenbeinbruch mit einer Maske auflief, musste nach 20 Minuten vom Platz und ging umgehend in die Arcus-Klinik, um seine Verletzung am Sprunggelenk untersuchen zu lassen.

„Beste erste Halbzeit“

„Das war die beste erste Halbzeit, die wir bisher gespielt haben“, freute sich Edgar Schneider vom CfR-Spielausschuss nach dem Schlusspfiff über den Auftritt der Gastgeber vom Anpfiff weg. Dominik Salz hatte die ersten Chancen für Pforzheim. Das 1:0 fiel nach einem schnellen Antritt des erneut starken Dirk Prediger, der an der linken Strafraumseite rustikal von Ivans Gomis abgeräumt wurde. Einen Elfmeter gab es zwar nicht, den Freistoß von knapp außerhalb zirkelte Fatih Ceylan aber listig an der Mauer vorbei aufs kurze Eck, den abgewehrten Ball schoss Tardelli aus kurzer Distanz ins Tor (17.). Das 2:0 erzielte dann Prediger. Nach einem schönen Seitenwechsel durch Marco Bornhauser nahm der flinke Linksaußen den Ball direkt und traf ins kurze Eck (27.). Die starke erste Halbzeit beendete der für Salz eingewechselte Salvatore Tommasi mit dem 3:0. Er war zur Stelle, als die Reutlinger Abwehr nach einer Ceylan-Ecke den Kopfball von Bogdan Cristescu nur ungenügend klären konnte.

Mit gesenkten Köpfen schlichen die Reutlinger Kicker danach in die Kabine und bekamen von Maurizio Gaudino noch ein paar harsche Worte mit auf den Weg. Der SSV-Sportdirektor sprach von „Schlafwagenfußball“, „Katastrophe“ und „ Rückschritt“.

Auch Trainer Georgi Donkov, wie Gaudino ein Bundesliga erfahrener Ex-Profi, fand wohl die richtigen Worte in der Kabine. Sein Team kam viel wacher aus der Kabine. Hinzu kam ein umstrittener Foulelfmeter, den Giuseppe Ricciardi in der 54. Minute im Nachschuss zum 1:3 verwandelte. Die Gäste waren nun am Drücker, wurden aber eiskalt erwischt, als der eingewechselte Paljic einen schonen Pass von Tardelli aufnahm und vor dem Reutlinger Tor abgezockt zum 4:1 abschloss (68.). Die Reutlinger steckten nicht auf, doch mehr als das 2:4 durch Schiffel gelang ihnen nicht mehr.