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Erleichtert war das CfR-Team um Torhüter Xaver Pendinger (in Grün) nach dem 1:0 beim Perspektiv-Team des SV Sandhausen. Trainer Gökhan Gökce (rechts) herzte seine Schützlinge, denen die Kraft für große Gefühlsausbrüche fehlte. Foto: Ripberger
Erleichtert war das CfR-Team um Torhüter Xaver Pendinger (in Grün) nach dem 1:0 beim Perspektiv-Team des SV Sandhausen. Trainer Gökhan Gökce (rechts) herzte seine Schützlinge, denen die Kraft für große Gefühlsausbrüche fehlte. Foto: Ripberger
17.05.2018

1. CfR Pforzheim feiert nachSieg in Sandhausen den Klassenverbleib

Pforzheim. Trotz Nebelschwaden hat der 1. CfR Pforzheim bei der U23 des SV Sandhausen den Durchblick behalten. Dank eines 1:0-Auswärtssiegs konnten die Gäste das Thema Abstiegskampf am Mittwoch zu den Akten legen.

Im vorgezogenen Spiel in der Fußball-Oberliga ging es fürs Team von Trainer Gökhan Gökce darum, zumindest einen Punkt zu holen. Zum Mann des Tages wurde schließlich Julian Grupp. Sein Treffer in der 79. Minute beseitigte alle Zweifel am Klassenverbleib. Nach Fehlpass der gegnerischen Hintermannschaft tankte sich Grupp durch und ließ auch den Torhüter aussteigen.

„Die Erleichterung war spürbar“, sagte CfR-Vorstandsmitglied Marco Nabinger nach dem Sieg. Trainer Gökce bestätigte das und fügte hinzu: „Die haben keine Power, um zu feiern.“ Man befinde sich schließlich in der sechsten Englischen Woche. Gökce war froh, dass seine Schützlinge Fehler vermieden – und von einem „krassen Fehler“ profitierten. Nach viel Regen war der Rasen glitschig, das Risiko, das etwas daneben geht, also bei allen Akteuren erhöht. „Wir haben nichts zugelassen, sind brutal viel gelaufen“, stellte Pforzheims Trainer außerdem fest.

In jedem Fall kann der CfR am Ende einer nicht gerade zufriedenstellenden Saison die volle Konzentration der Pokal-Herausforderung widmen. Am Pfingstmontag im Finale gegen den Karlsruher SC hat die Mannschaft als Teil einer Final-Konferenz im Fernsehen die Gelegenheit, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Da Drittligist Karlsruhe alles der Aufstiegsrelegation unterordnet, stehen die Chancen, den BFV-Pokal zu gewinnen, nicht schlecht. Danach geht es gegen die Neckarsulmer SU nochmal am Holzhof um Punkte. Für das Spiel bei Sandhausen II veränderte Gökce sein Team auf zwei Positionen. Zwar war Tim Schwaiger, der fraglich gewesen war, nicht im Einsatz, doch Zvonimir Borac und Dominik Salz standen in der Startelf der Pforzheimer. Für Stürmer Salz (Wadenprobleme) war aber schon nach 20 Minuten Schluss. Da er unter zu starken Schmerzen litt, bekam Laurin Masurica früh seine nächste Bewährungschance.

Nachdem Sandhausens Zweitliga-Team die Saison am Sonntag beendet hatte, änderte das Oberliga-Team des SVS kaum sein Gesicht. Gegen den CfR stand Rick Wulle im Tor, der einst unter Alois Schwartz, dem heutigen Trainer des Karlsruher SC, bei den Profis Fuß fassen konnte, im Vorjahr aber einen Kreuzbandriss erlitt.

Anfangs der zweiten Hälfte setzten Anhänger der Hausherren Pyrotechnik ein. Dadurch war das Spielfeld minutenlang vernebelt. Nicht ganz bei Sinnen waren wohl auch die Einheimischen, die nach Grupps Tor und entsprechendem Pforzheimer Jubel Gäste-Fans angingen.

Wie CfR-Trainer Gökce beschrieb, waren einige seiner Schützlinge besorgt, um ihre Angehörigen, zumal selbst Frauen von Attacken betroffen gewesen seien. Das Spiel war kurz unterbrochen. Nach einer Weile hatte sich die Lage wieder beruhigt, so dass die Partie regulär beendet werden konnte.

Der CfR-Sieg war verdient. Am Ende ließ Alan Delic noch die Chance zum 2:0 aus. „Für mich war Sandhausen enttäuschend“, sagte Gäste-Funktionär Nabinger. Nur mit einem Sieg hätte das Heim-Team im Abstiegskampf nochmal Hoffnung schöpfen können.