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Nostalgische Gefühle: Die Fans aus Pforzheim erinnerten an den FCP, doch auch der CfR wurde lautstark angefeuert und begeistert gefeiert. Foto: Ripberger
Nostalgische Gefühle: Die Fans aus Pforzheim erinnerten an den FCP, doch auch der CfR wurde lautstark angefeuert und begeistert gefeiert. Foto: Ripberger
12.10.2015

1. CfR Pforzheim hofft nach Derby auf Zuschauer-Effekt

Ein Spiel wie das 4:4 im Oberliga-Derby zwischen dem FC Nöttingen und dem 1. CfR Pforzheim sieht man selten. Das Video ließe sich als Werbefilm für aufregenden und attraktiven Fußball verkaufen. Beim CfR Pforzheim hofft man auch, dass die grandiose Leistung der Mannschaft im Panoramastadion einen positiven Effekt auf die Zuschauerzahlen im Stadion Holzhof haben wird. Denn bisher waren die Heimspiele des Oberliga-Aufsteigers nicht besonders gut besucht.

300 Zuschauer wollten die jüngste Begegnung gegen den SC Pfullendorf sehen. „Ja, das ist ein bisschen schade“, sagt CfR-Trainer Teo Rus, „denn wir spielen ja wirklich attraktiven Fußball.“Mehr als 500 Fans aus Pforzheim unterstützten den CfR am Freitagabend in Nöttingen. Und sie sorgten für ein lautstarkes Spektakel. Man darf gespannt sein, wie viele davon am kommenden Samstag (15.30 Uhr) wieder da sein werden. Der Gegner heißt dann SV Stuttgarter Kickers II. Auf alle Fälle sind Spiele wie das am Freitag in Nöttingen wichtig für den Verein, der nach der Fusion im Jahre 2010 zwischen dem 1. FC und dem VfR Pforzheim immer noch ein bisschen auf Identitätssuche ist. Erlebnisse wie das 4:4 können die Fans zusammenschweißen, das weiß man auch bei der Vereinsführung des CfR, die hofft, dass die Euphorie noch eine Weile anhält.

Vor dem Spiel hatten CfR-Fans in Nöttingen ein Plakat mit der Aufschrift „Tradition stirbt nie! FCP“ aufgehängt. Doch auch aus dieser Ecke ertönte im Verlauf des Spieles lautstarke Anfeuerung für den CfR.

Vor dem Spiel gegen die Stuttgarter Kickers II gibt es etliche Fragezeichen für Trainer Teo Rus. Klar ist, dass Dirk Prediger und Dragan Paljic nach den Feldverweisen in Nöttingen gesperrt fehlen werden. Auch Matthias Fixel wird nach dem Roten Karton vom Spiel gegen Pfullendorf wohl noch ein Spiel pausieren müssen. Über die Länge der Sperre wusste man beim CfR gestern noch nicht genau Bescheid.

Ob Dominik Salz spielen kann, ist auch fraglich. Der Torjäger stellte sich trotz eines Bänderrisses am Knöchelgelenk bereits nach zwei Wochen wieder zur Verfügung und machte in Nöttingen ein Riesenspiel. Allerdings humpelte der 28-Jährige nach gut einer Stunde vom Platz. Ob Salz erneut ausfällt, vermochte Teo Rus gestern noch nicht zu sagen. „Ich hatte über das Wochenende keinen Kontakt zu den Spielern. Sie sollten mal ein bisschen Abstand vom Fußball bekommen. Die Anstrengung in den vergangenen Tagen war schon sehr groß.“

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