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Sturm und Drang: CfR-Angreifer Marco Rienhardt (links) wird sich heute Abend gegen seine ehemaligen Teamkollegen vom FSV Bissingen besonders ins Zeug legen. Rechts Dragan Ovuka vom FC Villingen.  Foto: PZ-Archiv, Becker 
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Marcus Wenninger muss mit dem FC Nöttingen eine Corona-Zwangspause einlegen.  Foto: PZ-Archiv, Ripberger 

1. CfR Pforzheim mit zweitem Corona-Nachholspiel - Infizierter Spieler: Zwangspause für FC Nöttingen

Pforzheim/Remchingen-Nöttingen. Während der 1. CfR Pforzheim schon an diesem Freitag in der Fußball-Oberliga wieder ran muss, hat der FC Nöttingen zwangsläufig ein freies Wochenende. Nachdem Spieler Tolga Ulusoy positiv auf Covid-19 getestet wurde, sagte am Donnerstag der württembergische Fußballverband das für Samstag geplante Heimspiel gegen den Freiburger FC wie vermutet ab.

1. CfR Pforzheim trifft auf FSV Bissingen

Der CfR ist das Corona-Opfer in der Oberliga Baden-Württemberg schlechthin. Am Dienstag mussten die Pforzheimer das Nachholspiel beim SV Oberachern bestreiten – die Partie war wegen eines Corona-Falls beim SVO zu Beginn der Runde abgesagt worden–, am Freitagabend nun, also drei Tage später, trifft der CfR auf einen ausgeruhten FSV Bissingen. Das Team pausierte zuletzt wegen eines Corona-Falls im Umfeld der Mannschaft, woraufhin die gesamte Truppe vorsorglich in Quarantäne geschickt wurde.

„Wir greifen mal wieder ins oberste Regal“, umschreibt CfR-Sportvorstand Torsten Heinemann die Tatsache, dass sein Verein in der eh schon schwierigen Zeit noch zusätzlich gefordert ist. Was ihn wenigstens ein bisschen optimistisch stimmt: „Wir sind coronafrei.“ Beim CfR achte jeder auf die Einhaltung der Hygienevorschriften, so Heinemann. Wegen der steigenden Infektionszahlen auch hier in der Region habe man in dieser Woche den Kontakt auf das Nötigste beschränkt. Nur am Donnerstagabend wurde für die Partie am Freitag, 19 Uhr trainiert .

Der FSV hat sich in dieser Runde wieder oben festgebissen. Das Team von Trainer Alfonso Garcia belegt mit 22 Punkten (25:16 Toren) den fünften Tabellenplatz und ist daheim noch ungeschlagen. Die Pforzheimer reisen als Tabellenzehnter (15 Punkte) an und wollen nach zwei sieglosen Spielen endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern.

Besonders motiviert werden Marco Rienhardt und Maurizio Macorig in die Partie gehen, die schon für die Bissinger das Trikot getragen haben. Stürmer Rienhardt hat in elf Spielen bisher fünf Treffer erzielt. Auf der Gegenseite kommt Konstantinos Markopoulos auf denselben Wert. „Bissingen ist traditionell ein schwieriges Spiel“, weiß Torsten Heinemann. Das belegen auch die Ergebnisse aus der Vergangenheit. Zuletzt gab es in Bissingen ein 2:2.

Welche Elf Trainer Fatih Ceylan heute Abend aufs Feld schickt, war gestern noch nicht klar. Vermutlich erst kurz vor dem Anpfiff wird sich entscheiden, ob Abwehrchef und Kapitän Bogdan Cristescu auflaufen kann. Beim Spiel in Oberachern musste er frühzeitig mit einer Sprunggelenkverletzung ausgewechselt werden. Zu den Chancen seines Einsatzes meinte Heinemann gestern: „Eher nicht.“ Für Cristescu könnte Denis Gudzevic oder auch Serkan Baloglu in die Innenverteidigung rücken. Auf alle Fälle muss die gesamte CfR-Defensive gegen Bissingen konzentrierter als zuletzt in Oberachern zu Werke gehen. Einen guten Eindruck hätte am Dienstag dagegen Lukas Böhm im zentralen Mittelfeld hinterlassen – und das nach längerer Verletzungspause. Sein Platz in der Startelf könnte heute reserviert sein.

Zwei Spiele innerhalb von vier Tagen sieht auch Torsten Heinemann als hohe Belastung. Dafür hat der CfR aber auch schnell die Chance, die Pleite in Oberachern vergessen zu machen.

FC Nöttingen in Quarantäne

Das Heimspiel des FC Nöttingen gegen den Freiburger FC an diesem Samstag (15.30 Uhr) ist am Donnerstag wegen des bestätigten Covid-19-Falls (Tolga Ulusoy wurde positiv getestet und hatte Symptome) und der Quarantäne für die gesamte Mannschaft vom WFV abgesagt worden. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Wann sich die Mannschaft wieder zum Training trifft, ist derzeit noch offen. Nach jetzigem Stand endet die Quarantäne laut FCN-Boss Dirk Steidl kommenden Donnerstag. Bis dahin kann sich Trainer Marcus Wenninger durchaus vorstellen, seine Jungs mit virtuellem Training fit zu halten. „Die Spieler wissen ja wie das geht“, verweist der Coach auf den Lockdown im Frühjahr. Er selbst will sich am Wochenende zurückhalten und „eher daheim umherschwirren“.