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Eine stolze Zahl von Neuzugängen präsentierte Oberliga-Aufsteiger 1. CfR Pforzheim: Hinten von links Co-Trainer Marcel Rusch, Trainer Teo Rus, Bogdan Cristescu, Nathanael Bamenaw, Tim Schwaiger, Samet Dogdu, Salih Karaman, Max Knorn, Torwartrainer Toma Trocha; vorne von links: Dragan Paljic, Laurin Masurica, Kevin Kuschewitz, Salvatore Tommassi und Serach von Nordheim.   Ripberger
Eine stolze Zahl von Neuzugängen präsentierte Oberliga-Aufsteiger 1. CfR Pforzheim: Hinten von links Co-Trainer Marcel Rusch, Trainer Teo Rus, Bogdan Cristescu, Nathanael Bamenaw, Tim Schwaiger, Samet Dogdu, Salih Karaman, Max Knorn, Torwartrainer Toma Trocha; vorne von links: Dragan Paljic, Laurin Masurica, Kevin Kuschewitz, Salvatore Tommassi und Serach von Nordheim. Ripberger
02.08.2015

1. CfR Pforzheim präsentiert sein Team für die Oberliga

Der Sprung in die Fußball-Oberliga ist dem 1. CfR Pforzheim zwar erst in der „Verlängerung“ über die Aufstiegsrunde gelungen. Die neue Spielklasse kennen dafür aber viele CfR-Kicker, so dass der Liga-Neuling wohl kaum auf die Abstiegsränge schauen muss. Wie viel nach oben geht, ist allerdings noch die große Frage.

Auf alle Fälle hat der Verein bei der Teampräsentation am gestrigen Sonntag im Holzhof-Stadion ein paar vielversprechende Neuzugänge präsentiert. Allen voran als Überraschung den Ex-Bundesliga-Spieler Dragan Paljic (32), der mit der TSG 1899 Hoffenheim den Durchmarsch von der Regionalliga bis in die erste Bundesliga schaffte. Anschließend trug der gebürtige Starnberger mit serbischen Wurzeln das Trikot des FC Kaiserlautern, gewann mit Wisla Krakau den polnischen Meistertitel und durfte während der Saison 2011/12 sogar in der Europa League ran. Nach einem zweieinhalbjährigen Gastspiel in der holländischen Ehrendivision (Heracles Almelo) stand Paljic zuletzt beim australischen Club Perth Glory unter Vertrag.

„Ein Glücksgriff“

Zur neuen Saison kehrte er aus beruflichen und familiären Gründen wieder zurück nach Deutschland. „Für uns ist er ein Glücksgriff“, sagt CfR-Sportvorstand Torsten Heinemann über den vielseitig einsetzbaren Linksfuß. Denn Paljic hatte auch ein Angebot vom Hamburger SV. Ex-Profi-Coach Joe Zinnbauer wollte den Mittelfeldspieler für sein Amateurteam in der Regionalliga haben. Aber der 32-Jährige entschied sich lieber dafür, in der Nähe seiner Familie in Walldorf zu bleiben.

Zentrale Rolle

Beim CfR soll Paljic nicht nur den abgewanderten Marko Kovac (Breuningsweiler) ersetzen, sondern generell eine zentrale Rolle spielen. „In Australien ist er zuletzt als Sechser aufgelaufen, ich sehe ihn aber eher auf der Zehner-Position“, bekennt CfR-Trainer Teo Rus und schwärmt vom ehemaligen Bundesliga-Kicker. „Er ist sehr ballbegabt, hat ein gutes Auge und kann den tödlichen Pass spielen. Jemand mit seiner Erfahrung hat uns noch gefehlt.“

Bei den Kollegen wurde der neue Leitwolf im Mittelfeld mit offenen Armen empfangen. „Er bringt absolute Qualität mit und strahlt viel Ruhe am Ball aus“, hat CfR-Torjäger Dominik Salz beobachtet, der es ohnehin begrüßt, dass der Kader breiter aufgestellt ist und der Konkurrenzkampf dadurch angekurbelt wird. „Das bringt uns alle weiter“, sagt er.

Dazu tragen auch andere Neuzugänge bei, wie Abwehrspieler Serach von Nordheim (SC Pfullendorf). Der junge Tim Schwaiger (SV Böblingen), der aus Engelsbrand stammt, und Max Knorn (SC Hauenstein/Pfalz) sollen neben dem ehemaligen Grunbacher Kreisliga-Torjäger Salvatore Tommassi für frischen Wind im Angriff sorgen. Mit Bogdan Cristescu (FC Friedrichstal) haben die Pforzheimer darüber hinaus noch einen starken und routinierten Innenverteidiger an Land gezogen. Als neue Nummer zwei im Tor hinter Manuel Salz will sich künftig der junge Kevin Kuschewitz (Sonnenhof-Großaspach) beweisen. Hinzu kommen noch Talente aus der U19 des CfR.

Nach oben schielen

„Die Mischung zwischen erfahrenen und jungen Spielern stimmt“, glaubt Trainer Teo Rus, der mit seinem Oberliga-Team zunächst einmal vorsichtig die Plätze fünf bis acht anpeilen will. Doch nicht wenige Konkurrenten sehen im Aufsteiger eine Art schlafenden Tiger, der – erst einmal geweckt – zusammen mit dem FC Nöttingen, Reutlingen oder Ulm vielleicht sogar um den Titel mitspielen könnte. „Wir schielen schon ein bisschen nach oben“, gesteht CfR-Kapitän Sebastian Rutz. „Auf alle Fälle wird es nicht einfach, uns zu schlagen.“