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Chancen gab es hüben wie drüben: Hier rettet Friedrichtals Keeper Sören Hemmelgarn gegen Dominik Salz. Foto: Hennrich
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Chancen gab es hüben wie drüben: Hier pariert CfR-Torwart Manuel Salz prima nach einem Schuss von Claudio Ritter. Foto: Hennrich

1. CfR Pforzheim schrammt gegen Friedrichstal knapp an Blamage vorbei

Pforzheim. Werbung für das Derby gegen den FC Nöttingen am kommenden Mittwoch (18.00 Uhr) hat der 1. CfR Pforzheim beim mageren 0:0 gegen den FC Friedrichstal nicht gemacht. Wie enttäuschend die Vorstellung der Platzherren gewesen ist verdeutlich alleine die Tatsache, dass Friedrichstal in dieser Saison noch keinen Punkt in der Fremde geholt hatte. Mit ein bisschen Glück hätten es am Samstag sogar drei werden können, und aus der Enttäuschung für den CfR wäre eine handfeste Blamage geworden.

Dies war durchaus möglich, denn die forschen Gäste waren 90 Minuten lang gleichwertig und hatten Pech, als Patrick Roedling in der 29. Minute an den Außenpfosten köpfte, Johannes Weiß in der 38. Minute am glänzend haltenden Manuel Salz scheiterte und Salz in der 61. Minute nach einem Konter der Gäste erneut herausragend gegen den freien Boris Ritter rettete. Der Ball landete nach der Parade von Salz – zum Glück für den CfR – noch auf der Oberkante der Latte.

Auch der CfR hatte seine Möglichkeiten. Doch es zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison: Vor dem Tor sind die Spieler nicht kaltschnäuzig genug. „Das fehlt sehr oft einfach die nötige Ruhe beim Torabschluss“, glaubt der spielende Co-Trainer Fatih Ceylan. Allerdings stand Friedrichstals Torhüter Sören Hemmelgarn seinem Gegenüber Manuel Salz in nichts nach. Bei guten Gelegenheiten von Dominik Salz (23., 73.), Joao Tardelli (43., Fallrückzieher) und Kreshnik Lushtaku (67.) rettete er seiner Mannschaft den Punkt. „Der Torwart hat das Spiel seines Lebens gemacht“, meinte CfR-Spieler Joao Tardelli nach der Partie.

Beim CfR fehlte mit Julian Grupp ein Leistungsträger aus familiären Gründen. Dafür stand Akiyoshi Saito wieder in der Startelf der Pforzheimer und beackerte neben Tardelli das defensive Mittelfeld. Offensiv hatte der CfR große Probleme. Wieder einmal wurde deutlich: Es gibt keinen wirklich torgefährlichen Mittelfeldspieler. Innenverteidiger Bogdan Cristescu, bester CfR-Spieler am Samstag, ist mit fünf Saison-Treffern nach wie vor zusammen mit Dominik Salz der erfolgreichste Torschütze in den Reihen der Pforzheimer.

Friedrichstal, das sich seit dem Wechsel zum Ex-Nöttinger Trainer Dubravko Kolinger im vergangenen Dezember stabilisiert hat (acht Punkte aus den vergangenen fünf Spielen), war von Beginn an ebenbürtig. Dass die Mannschaft auswärts noch ohne Punkt war, merkte man nicht. Im Gegenteil: „Mit etwas Glück gewinnen wir dieses Spiel sogar. Es ist traurig, dass wir in der Vorrunde so wenige Punkte geholt haben. Denn jetzt spielen wir nicht mehr wie ein Absteiger“, freute sich der Germanen-Spielmacher Timo Di Giorgio über das Remis in Pforzheim.