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Auch der eingewechselte Salvatore Tommasi (vorne) konnte sich nur selten durchsetzen. Hier gewinnt Hollenbachs Martin Schmidt das Kopfballduell gegen den Pforzheimer. Becker, PZ-Archiv
Auch der eingewechselte Salvatore Tommasi (vorne) konnte sich nur selten durchsetzen. Hier gewinnt Hollenbachs Martin Schmidt das Kopfballduell gegen den Pforzheimer. Becker, PZ-Archiv
07.09.2015

1. CfR Pforzheim sucht noch nach der Durchschlagskraft

Das Dilemma des 1. CfR Pforzheim offenbart sich beim Blick auf die Torverhältnisse in der Fußball-Oberliga: Sechs Gegentore sind zwar der fünftniedrigste Wert. Doch keine Mannschaft hat so wenige Treffer auf der Habenseite stehen wie der CfR: nämlich vier. Damit liegt der Aufsteiger nach fünf eigenen Spielen – manche Konkurrenten haben bereits sechs – auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Dass der Aufsteiger mehr drauf hat, zeigte sich selbst am Samstag beim schwachen Heimspiel gegen den Zweiten FSV Hollenbach (0:1). Denn dieser war kaum besser. Doch das unattraktive Auftreten der Gäste änderte nichts am CfR-Problem, das der Vorsitzende Markus Geiser so beschrieb: „Wir schaffen es einfach nicht, Torchancen zu kreieren.“ Eine Erklärung dafür sei, dass die Mannschaft nach der kurzen Vorbereitung noch nicht ausreichend eingespielt sei. Blessuren hätten zudem Woche für Woche einige Umstellungen notwendig gemacht.

So rückten etwa gegen Hollenbach Joao Tardelli und Fatih Ceylan zum zweiten Mal in die Innenverteidigung. Dort sorgten sie für viel Stabilität, zugleich wurden aber deren Offensivaktionen schmerzlich vermisst. Im Mittelfeld liefen vor dem Sechser Sebastian Rutz vier Neuzugänge auf: Max Knorn, Dragan Paljic, Samet Dogdu und Serach von Nordheim offenbarten vor allem vor der Pause noch Probleme in der Abstimmung. „Wir sind erst in der zweiten Halbzeit etwas aufgewacht“, analysierte Kapitän Rutz. „Nach den drei Niederlagen zu Saisonbeginn strotzen wir nicht gerade vor Selbstvertrauen“, räumte er ein. Daher habe man wie beim 3:0-Sieg in Sandhausen vor einer Woche „tief und sicher“ stehen wollen. Auch sein Trainer Teo Rus meinte: „Das war letzte Woche auch nicht anders, und auch heute haben wir gut verteidigt.“ Doch im Gegensatz zum ersten Saisonsieg sei gegen Hollenbach im Konterspiel zu wenig gelungen. „Bis auf eine Situation von Dominik Salz haben wir keine größere Chance zugelassen“, stellte Gästecoach Ralf Stehle ganz richtig fest.

Er lobte sein „gut eingespieltes Oberligateam“, das in den vergangenen vier Jahren stets zwischen den Plätzen sieben und neun landete. Auch in diesem Jahr ist das das Ziel – eines, dass Stehle trotz fünf Siegen aus sechs Spielen nicht korrigieren möchte.

Die Ränge fünf bis acht hatte der CfR angepeilt. Vorerst richten die Pforzheimer den Blick aber nach unten: „Je nachdem wer von oben absteigt, könnte sogar noch Platz 14 gefährlich werden“, warnt Geiser. Um dem ganz tiefen Keller schnell zu entkommen, sollte der CfR am Samstag beim Freiburger FC punkten. „Wir müssen einfach wieder selbstbewusster sein, uns mehr zeigen, das Heft mehr in die Hand nehmen“, forderte Rutz. „Es gibt einfach Phasen, in denen es nicht so läuft. Dem müssen wir uns stellen, dann geht es auch wieder bergauf“, ist er sich sicher.

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