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Abflug: CfR-Spieler Joao Tardelli (Mitte) geht nach einem Zweikampf mit Stuttgarts Umberto Tedesco zu Boden.  Gössele
Abflug: CfR-Spieler Joao Tardelli (Mitte) geht nach einem Zweikampf mit Stuttgarts Umberto Tedesco zu Boden. Gössele
19.10.2015

1. CfR Pforzheim trotz Unentschieden gegen Kickers II zufrieden

Zwei Punkte aus zwei Spielen – der 1. CfR Pforzheim kann damit leben. Beim 4:4 im Derby gegen den FC Nöttingen waren die Oberliga-Fußballer am Ende froh, dass man mit zwei Mann weniger wenigstens noch einen Zähler mitnehmen konnte.

Gegen die Stuttgarter Kickers II am vergangenen Wochenende tat sich der CfR dann durch die Ausfälle von Dominik Salz, Dirk Prediger und Dragan Paljic vor allem in der ersten Halbzeit schwer. Nach dem Ausgleich von Salvatore Tommasi (68.) zum 1:1-Endstand war man aber erneut im Lager des CfR mit wenig zufrieden.

„Das ist der Liga-Alltag“, meinte nach dem Remis Clubchef Markus Geiser. „Von dem Derby kann man eben nicht die ganze Saison leben.“

Die Pforzheimer sehen es realistisch. Nach dem grandiosen Auftritt gegen den FCN und nun sechs Spielen in Folge ohne Niederlage ist niemand abgehoben und stellt bezüglich des Saisonspiels neue Ansprüche. „Wir haben nie gesagt, dass wir oben mitspielen wollen“, betonte Trainer Teo Rus am Samstag noch einmal. Und er weiß auch, dass dies bei einem gerupften Kader, wie derzeit, auch nur schwer möglich ist.

„Wir wissen, dass wir Probleme bekommen, wenn ein Spieler mal nicht volle Pulle gibt“, sagt Rus. Die erste Halbzeit gegen die Kickers-Reserve war der beste Beleg dafür. Wobei die Ausfälle schon schwer wogen. „Die hat man schon gemerkt“, meinte nicht nur Joao Tardelli. Der Brasilianer hatte nach Schlusspfiff sein Trikot zum Turban um den Kopf gebunden. „Kalt isses“, schlotterte er und hätte sich am liebsten kurz in seine Heimat gebeamt. Dort war am Samstag mit 46 Grad Celsius einer der heißesten Tage des Jahres.

Heiß wurde es den Zuschauern im Holzhof-Stadion nur in der Schlussphase, als der CfR auf den Siegtreffer drückte, Serach von Nordheim aber zweimal aus aussichtsreicher Position das Leder über die Latte jagte.

„Spielerisch und kämpferisch war die zweite Halbzeit gut“, so Teo Rus, der im ersten Durchgang vor allem die Aggressivität und Ballsicherheit vermisste. Im Sturm fehlte eben Dominik Salz, der auch mal den Ball hält. Auf der Außenbahn Dirk Prediger, der ebenfalls für Ruhe im Pforzheimer Spiel sorgen kann. Der zweite Anzug des CfR sitzt also nur bedingt. Mosa El Arkoubi war als Spielmacher zwar viel unterwegs, konnte aber keine Impulse setzen. Janick Schramm ließ sein Können erst in der zweiten Halbzeit aufblitzen. Marius Kraus spielte in der Innenverteidigung im Großen und Ganzen solide, dem Youngster fehlte aber teilweise etwas der Mut.

Das 1:1 gegen die Kickers – für den CfR war es dennoch ein Punktgewinn. In der Tabelle rückte man mit nun 20 Punkten auf den fünften Platz vor.

Nach den zwei Remis in Folge hätte Teo Rus aber wohl auch nichts dagegen, mal wieder voll zu punkten. Die Chancen in den kommenden beiden Spielen stehen dafür nicht schlecht. Zunächst geht’s zum Tabellen-13. TSG Balingen, danach kommt das derzeitige Schlusslicht Germania Friedrichstal. „Es klappt aber nur, wenn wir dann anders auftreten wie gegen die Kickers“, weiß Rus, der in den nächsten Wochen wieder einen größeren Kader zur Verfügung hat. Dominik Salz will wieder spielen und Dragan Paljic wie auch Matthias Fixel haben ihre Sperren abgesessen. Noch ein Spiel pausieren muss dagegen Dirk Prediger.