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Auch ein Schuss von Birkenfelds Raphael Krämer (links) fand nicht den Weg ins Wettersbacher Tor. Neu-Trainer Bruno Martins hatte einiges zu korrigieren.  Hennrich
Auch ein Schuss von Birkenfelds Raphael Krämer (links) fand nicht den Weg ins Wettersbacher Tor. Neu-Trainer Bruno Martins hatte einiges zu korrigieren. Hennrich
Birkenfelds Trainer Bruno Martins.
Birkenfelds Trainer Bruno Martins.
28.08.2017

1. FC Birkenfeld fehlt die Durchschlagskraft

Nur einen Punkt gab es unterm Strich für die vier Pforzheimer Vereine in der Fußball-Landesliga am ersten Spieltag. Und den holte ausgerechnet die Mannschaft, von der es am wenigsten zu erwarten war. Das neuformierte Team des FC Nöttingen II überraschte beim hochgehandelten SV Langensteinbach und nahm dort beim 2:2 einen Zähler mit. Dabei hätten es auch drei sein können. Doch Schiedsrichter Joscha Klemm (VfB Bretten) pfiff in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter für Langensteinbach, worüber sogar die Gastgeber hätten schmunzeln müssen, heißt es von Nöttinger Seite.

„Der Schiri war etwas lauffaul, den Elfer hat er von der Mittelline aus gepfiffen“, ärgert sich FCN-Trainer Michael Fuchs über die Fehlentscheidung. Eine weitere wäre der Abseitspfiff gewesen, wodurch seinem Team der Führungstreffer verweigert wurde. „Das ist natürlich bitter, dennoch bin ich zufrieden, wie sich meine Mannschaft im ersten Spiel präsentiert hat“, meinte Fuchs, der mit Jeanot Soja, Sandro Weber und Sebastian Schönthaler auf drei U23-Spieler aus dem Oberliga-Kader zurückgreifen konnte, die dem jungen Team viel Stabilität verliehen hätten. Zu kritisieren gibt es nur die mangelhafte Chancenverwertung nach Kontern. Hier hätte die FCN-Reserve schon früh alles klar machen können.

Am zweiten Spieltag geht’s nun gegen das Topteam Mutschelbach. „Da werden wir sehen, wie weit die Mannschaft ist“, sagt Michael Fuchs, gibt aber auch zu bedenken: „Es kann bestimmt auch mal Spiele geben, in denen wir abgeschossen werden.“

Abgeschossen wurde der 1. FC Birkenfeld nicht, aber das 0:3 daheim gegen den Aufsteiger SC Wettersbach schlägt Bruno Martins schon etwas aufs Gemüt. So hatte er sich seinen Einstand als Trainer nicht vorgestellt. Ein individueller Fehler habe zum „0:1 aus dem Nichts“ geführt, „danach hat uns gegen stark verteidigende Gäste einfach die Durchschlagskraft gefehlt“, analysiert Martins, der Samet Tuzluca (Hüftprellung) und Torwart Martin Kraft (Schulterprobleme) verzichten musste. Vertreter Marius Kusterer habe aber „überragend“ gehalten, so der Birkenfelder Coach. Wie war für ihn das erste Spiel an der Seitenauslinie? „Anders!“, schmunzelt Martins. Geplant ist allerdings nicht, dass er nochmal eingreift.

Keine Punkte gab es auch für den FV Niefern zum Saisonauftakt, dabei verlangte man dem Geheimfavoriten FC Heidelsheim beim 2:3 alles ab. „Nach 0:2 nach neun Minuten ist es eben schwer“, sagt FVN-Trainer Norbert Kolbe. „dennoch konnten wir die Partie dann pari stellen. Der Elfmeter, der zum Siegtreffer führte, war meiner Meinung nach unberechtigt. Doch wir sind an diesem Tag auch nicht an unsere Leistungsgrenze gekommen.“

Eine Schippe drauflegen wollen die Nieferner am kommenden Spieltag. Dann geht’s im Derby gegen den Aufsteiger 1. FC Ersingen. Dieser musste zum Ligastart ein 0:3 gegen Kirchfeld hinnehmen. Trainer Stefan Rapp war dennoch nicht unzufrieden: „Wir haben uns gegen einen starken Gegner Chancen erspielt, es fehlte nur die Konzentration. Doch wir werden unsere Punkte holen. Mindestens einen wollen wir gegen Niefern.“