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08.11.2008

1. FC Pforzheim: Zweiter Sieg in Folge und erster Erfolg für neuen Trainer

So schnell kann es manchmal im Fußball gehen, da liegen Frust und Lust ganz nahe beieinander. Der 1. FC Pforzheim ist so ein Beispiel dafür. Da gab es in zehn Spielen nur drei Siege und drei ganz üble Klatschen, da warf Trainer Klaus Fischer enttäuscht das Handtuch, weil seine junge Mannschaft nicht kämpfen wollte, da drohte die große Tabellenkeller-Depression und plötzlich ist alles anders. 2:1 gewinnt der FCP am Samstag gegen den FV Lauda und holt nun schon den zweiten Sieg in Folge nach dem Fischer-Abschied.

Gleichzeitig ist das der erste Sieg unter dem neuen FCP-Trainer Rudi Herzog. Und der kann aufatmen. Mit nun 16 Punkten hat der Club Anschluss ans Mittelfeld gefunden. Was ihm sicherlich noch mehr Freude bereitet haben dürfte: Die Mannschaft hat gekämpft. Was lange von den Fans vermisst wurde, war nun endlich im Brötzinger Tal zu sehen. Angesichts des verdienten 2:1-Sieges hatten viele Zuschauer wohl auch Verständnis dafür, dass die Vorstellung spielerisch nicht ganz so glanzvoll war.

Zu psychologisch geschickten Zeitpunkten fielen die Tore für den FCP. In der 42. Minute brachte Bilal Yildiz die Pforzheimer 1:0 in Front. Gerade rechtzeitig, um die frustrierte Elf von Lauda mit hängenden Köpfen in die Pause zu schicken. Und wer eine Drangperiode von Lauda nach der Halbzeit erwartet hatte, konnte nach dem schnellen 2:0 von Serhat Guelbas in der 48. Minute aufatmen. Der FCP lag vorne und zeigte keine Lust, das Heft aus der Hand zu geben. Gut, Lauda war kein übermächtiger Gegner, aber Trainer Rudi Herzog durfte miterleben, dass seine Jungs die lange vermisste Leidenschaft gezeigt haben. Der Wille zum Sieg und die Bereitschaft zum Kampf waren offensichtlich.

Der Gegentreffer von Sebastion Walz in der Nachspielzeit darf als kleiner Schönheitsfehler gelten. Hauptsache drei Punkte auf dem Konto, werden viele Fans erleichtert zur Kenntnis genommen haben. So macht es wieder Spaß, im Brötzinger Tal dabei zu sein.