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Der TV Pforzheim hat im Gipfeltreffen der Rugby-Meisterrunde Süd gegen den Heidelberger RK eine herbe 10:60-Niederlage hinnehmen müssen. Jetzt heißt es, die nächsten Spiel zu gewinnen, um Platz zwei zu sichern, um in den Titel-Playoffs erst wieder im Finale auf den HRK zu treffen.
Der TV Pforzheim hat im Gipfeltreffen der Rugby-Meisterrunde Süd gegen den Heidelberger RK eine herbe 10:60-Niederlage hinnehmen müssen. Jetzt heißt es, die nächsten Spiel zu gewinnen, um Platz zwei zu sichern, um in den Titel-Playoffs erst wieder im Finale auf den HRK zu treffen. © PZ-news-Archiv/Jürgen Keller
01.03.2014

10:60-Klatsche für TV Pforzheim im Rugby-Gipfeltreffen

Pforzheim. Vor dem Anpfiff war es das Spitzenspiel des Bundesliga-Spieltages, für viele schon das vorweggenommene Finale zur deutschen Rugbymeisterschaft, doch nach einer Viertelstunde konnte man erkennen: An diesem Samstagnachmittag war der TV Pforzheim gegen den amtierenden deutschen Rugbymeister Heidelberger RK ohne echte Chance. Folgerichtig gab es vor rund 500 Zuschauern eine 10:60-Klatsche.

Schneller, stärker, kreativer – die Heidelberger kamen in Topform aus der Winterpause. Die rasanten Läufe der Pforzheimer Sprinter endeten nach wenigen Metern in den Armen der Heidelberger. Die starken Männer der Pforzheimer wurden im Gedränge mehr als einmal deutlich nach hinten geschoben. Die überraschenden Momente der TVP-Kreativabteilung blieben aus, während der HRK jede Lücke und jede Chance auf einen Versuch konsequent nutzte. Hinzu kamen beim TVP unnötige Ballverluste durch Fangfehler oder tief fliegende Pässe knapp über der Grasnarbe.

Ob die Pforzheimer in der Winterpause so viel Rost angesetzt haben? Der Motor der Rhinos schien zu stottern und nie so richtig auf Hochtouren zu kommen. Der HRK präsentierte sich im TVP-Stadion am Rattachweg in Pforzheim-Eutingen dagegen als bestens geschmierte, locker auf voller Drehzahl laufende Maschine. TVP-Coach John Willis hatte eine Woche vor dem Spitzenspiel im Vorbereitungsmatch gegen Österreichs Nationalteam trotz des 38:0-Siegs etliche Schwachpunkte gesehen. Jetzt waren sie auch für die rund 500 Gäste im TVP-Rugbystadion erkennbar.

Nach einer Viertelstunde lagen die sonst als Schnellstarter bekannten Pforzheimer schon durch zwei Versuche des HRK mit 0:12 hinten. Zur Halbzeit führten die Gäste – für Pforzheimer Verhältnisse ebenfalls ungewohnt – mit 20:3. Nach der Pause gab es gleich wieder eine kalte Dusche mit drei Heidelberger Versuchen in den ersten zehn Minuten. Nur Rob May konnte einmal den bärenstarken HRK überwinden und zum einzigen Versuch der Pforzheimer ablegen.

Mit der 10:60-Niederlage wurde dem TVP auf schmerzhafte Art gezeigt, dass der Heidelberger RK in der Rugby-Bundesliga einmal mehr das Maß aller Dinge ist. Das nächste Auswärtsspiel beim noch punktlosen ASV Köln dürfte wieder einen hohen TVP-Sieg bringen, aber spätestens am 12. April müssen die Pforzheimer Rhinos zu alter Stärke und Dominanz zurückgefunden haben, denn dann kommt der SC Neuenheim ins Eutinger Rugbystadion. An diesem Tag wird vielleicht der zweite Platz in der Meisterrunde Süde ausgespielt werden müssen. Rang zwei bedeutet in den anschließenden Playoffs zum Titelgewinn die Garantie, erst wieder im Finale um die deutsche Rugby-Meisterschaft auf den HRK zu treffen. Bislang hat der TVP noch gute Karten, ins Endspiel zu kommen.