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Gut gelaunt ist KSC-Trainer Alois Schwartz. Sein Terminwunsch fürs Spiel in Zwickau wurde erfüllt.  Foto: dpa 

12. Februar: Karlsruher SC am Wunschtermin beim FSV Zwickau

Karlsruhe. Die Nachholpartie des Karlsruher SC in Zwickau findet auf Betreiben der Polizei am Wunschtermin des Karlsruher SC statt. Dass am Dienstag, 12. Februar, um 19 Uhr gespielt wird, erfuhr Trainer Alois Schwartz nach dem Vormittagstraining am Dienstag: „Gut so“, fand der KSC-Coach. „Für uns ist der Dienstag natürlich der bessere Termin. Nun hoffen wir natürlich, dass dann auch das Wetter mitspielt.“

Das fürs zurückliegende Wochenende vorgesehene Drittliga-Gastspiel beim FSV Zwickau war wegen heftiger Schneefälle abgesagt worden. Karlsruhes Sportdirektor Oliver Kreuzer brachte dann den Dienstagstermin ins Spiel, damit das Fußball-Team nach dem drei Tage vorher stattfindenden Auswärtsspiel bei Carl Zeiss Jena (9. Februar, 14 Uhr) in den neuen Bundesländern bleiben kann, sich also eine weitere weite Reise spart. Der Tabellenzwölfte Zwickau hatte den Mittwoch favorisiert, kann aber auch mit dem Dienstagstermin leben: „In der Tabelle liegt alles eng beieinander“, sagte FSV-Trainer Joe Enochs. „Da ist es gut, dass wir diesen ‚Nachholer‘ nicht ewig vor uns herschieben und Gefahr laufen, derweil ins Hintertreffen zu geraten.“

Weiter hoher Spannungsgrad

Vergangenen Samstag war der Karlsruher Tross abfahrbereit, als kurz vor 12 Uhr vom Deutschen Fußball Bund die Absage verkündet wurde. Für den Karlsruher Trainer war das zu kurzfristig, um noch bei der Konkurrenz spionieren zu können. Schwartz sagte: „Ich habe noch überlegt, vom Wildpark aus nach Kaiserslautern zu fahren, aber selbst das hätte ich nicht mehr geschafft.“ So schaute er sich zu Hause das Spiel des Tabellen-Ersten VfL Osnabrück gegen den SV Meppen an, derweil Sportdirektor Kreuzer bei Eintracht Braunschweig den 2:0-Sieg des Tabellenletzten gegen Hansa Rostock sah – gegen ein Team, das Trainer Schwartz zum Kreis der Aufstiegsfavoriten zählt. „Ich sage ja immer, dass in der Liga alles eng beieinander ist“, so Kreuzer.

Letztlich bestimmte den Dienstagstermin Sachsens Polizei. Da am Mittwoch, 13. Februar, im 100 Kilometer entfernten Dresden zum Jahrestag der Bombardierung der Stadt vor 74 Jahren 21 Demonstrationen angemeldet sind – darunter mehrere Aufmärsche von Gruppen aus dem Neonazispektrum – sahen sich die Beamten nicht in der Lage, eine weitere Großveranstaltung abzusichern.