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In Düsseldorf gelang zwar Marvin Wanitzek (vorne) ein Tor für den KSC, dennoch ging das Team gegen die Fortuna mit Robert Bozenik in die Knie.  Foto: Weihrauch/dpa 

1:3 in Düsseldorf: Karlsruher SC macht es der Fortuna zu leicht

Karlsruhe. In Düsseldorf hatte Fußball-Zweitligist Karlsruher SC dem unbändigen Siegeswillen der Hausherren zu wenig entgegenzusetzen. Letztlich musste sich der KSC daher mit 1:3 (1:1) geschlagen geben. Nur in der Phase nach seinem zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich, also in der zweiten Hälfte der ersten 45 Minuten, machte der KSC den Eindruck, bei der Fortuna eventuell punkten zu können: Insgesamt kam aber zu wenig und die Niederlage hätte durchaus noch höher ausfallen können.

Dass die Düsseldorfer nach zuvor zwei Unentschieden und zwei Niederlagen nun unbedingt den ersten Heimsieg 2021/22 wollten, bekam der KSC am Samstag sofort zu spüren. „Düsseldorf war wach, war griffig, war bereit“, beschrieb der Karlsruher Cheftrainer Christian Eichner seine Endrücke.  

 Obwohl die Gäste Anstoß hatten, erzwang die Fortuna schon nach 55 Sekunden die erste Ecke und in den ersten fünf Minuten vier weitere (insgesamt 11:1). In den ersten zehn, 15 Minuten „haben sie uns überrannt“, fasste der Karlsruher Mittelfeldspieler Marvin Wanitzek die Anfangsphase zusammen. Die Wildparkprofis ließen sich vor allem von den schnellen Düsseldorfer Außenspielern Khaled Narey (rechts) und Kristoffer Peterson (links), die anfangs ständig die Seiten wechselten, aushebeln. Gerade als Eichner dachte, „wir haben das Schlimmste überstanden“, gerieten seine Schützlinge in Rückstand. Philip Heise bugsierte einen Ball, den Peterson von links halb als Schuss, halb als Hereingabe vors Karlsruher Tor brachte, ins eigene Netz (10.). Die knapp 1.200 mitgereisten KSC-Anhänger mussten sich also schnell große Sorgen um ihre Mannschaft machen.

Wanitzeks 1:1 fällt überraschend

 „Mit dem Rücken zur Wand“, so der KSC-Coach, „sind wir aber immer mehr und besser ins Spiel gekommen. Und mit dem ersten Karlsruher Torschuss, den Ao Tanaka leicht abfälschte, sorgte Wanitzek aus heiterem Himmel für den Ausgleich (22.).  

 In der Folgezeit kühlte der KSC die bei den Fortuna-Anhängern bis zum 1:1 sehr gute Stimmung auf „schlechte Laune“ herunter. Eichner: „Wir hatten die Spielkontrolle.“ In der 37. und 38. Minute bekamen die Fortunen jedenfalls die ersten Pfiffe zu hören. Mit einer großen Chance hätte der Karlsruher Torjäger Philipp Hofmann das aufkommende „Murren“ sicher noch verstärken können (39.). „Aber wir machen das 2:1 nicht“, bedauerte sein Trainer.

KSC zweimal früh geschockt

  Nach dem Seitenwechsel geriet der KSC noch früher als in der ersten in Rückstand: Nach einer Düsseldorfer Ecke herrschte Chaos vor dem Karlsruher Kasten: Bevor Christoph Klarer zum 2:1 traf (51.), scheiterte Peterson am Innenpfosten und Florian Hartherz am Querbalken. „Fortuna hat in einer Szene öfter auf unser Tor geschossen, als wir in der zweiten Halbzeit auf ihres“, kommentierte Eichner den Knackpunkt der Partie.

Anschließend sei der KSC nicht mehr über die Rolle eines „Sparringspartners“ hinaus gekommen, meinte Eichner. Seine Mannschaft habe „den Spielverlauf hergegeben“, klagte der Trainer. Nach dem 3:1 durch Narey (62.), konnte Heise mit einem Fallrückzieher auf der Torlinie gerade noch ein Düsseldorfer 4:1 verhindern (70.).

 Obwohl nach vorne auch nicht viel zu sehen war, monierte Eichner in erster Linie das mangelhafte Abwehrverhalten. „Du musst bereit sein, dein Tor mit Deinem Leben zu schützen, das machen wir momentan nicht. Da gilt es den Hebel anzusetzen“, betonte der KSC-Trainer.