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Klemen Lavric feiert sein 1:0
Klemen Lavric feiert sein 1:0 © dpa
17.02.2012

2:0-Sieg gegen Cottbus: KSC verlässt die Abstiegsplätze

Es war das erwartet schwere Spiel und die Gäste hatten unterm Strich mehr und die besseren Chancen. Und doch setzte der KSC mit einem 2:0-Erfolg seinen Aufwärtstrend auch gegen Cottbus fort und revanchierte sich gestern Abend in für die im Hinspiel erlittene Niederlage. Klemen Lavric (50.) und Kapitän Alexander Iashvili (54.) sorgten im dritten Spiel nach der Winterpause für den siebten Punktgewinn der Wildparkprofis, die zumindest vorübergehend die Abstiegszone verlassen konnten.

Gästecoach Rudi Bommer fühlte sich nach der Partie „im falschen Film“. Wenn man die erste Halbzeit so dominiere, wie seine Elf, „dann muss man den Sack zu machen. So aber fahren wir mit 0:2 nach Hause.“ Auch sein Karlsruher Kollege, Freund und früherer Mitspieler bei Eintracht Frankfurt, Jörn Andersen gab zu: „Wir haben keine gute erste Halbzeit gespielt.“

Die Gäste setzten Ihre Ansage in die Tat um und spielten von Beginn an nach vorne. Nachdem etwa 15 Minuten gespielt waren wirkte Cottbus wie die Heimelf. Der KSC jedenfalls kam minutenlang nicht mehr aus seiner Hälfte heraus. Chancen aber resultierten aus der Überlegenheit des FC Energie zunächst nicht. Erst in der 26. Minute musste Dirk Orlishausen erstmals ernsthaft eingreifen. Cottbus` Kapitän Daniel Adlung nahm einen Flanke von rechts direkt ab und prüfte den KSC-Keeper mit einem gefährlichen Aufsetzer.

In der Folgezeit konnten sich die Platzherren etwas vom Druck der Lausitzer befreien und Pascal Groß drang dreimal in den Strafraum der Gäste ein – ohne jedoch erfolgversprechend abschließen zu können. Kurz vor der Pause hatte dann auch noch der kurzfristig für den verletzten Christian Timm aufgelaufene Klemen Lavric eine Konterchance. Aber auch er konnte sich gegen Uwe Möhrle letztendlich nicht entscheidend durchsetzen (44.). Auch deshalb blieb die mit großem Einsatz geführte Partie in den ersten 45 Minuten torlos.

Das jedoch änderte sich nach dem Seitenwechsel recht schnell. Erst hatte Leonardo Bittencourt das 1:0 für die Gäste auf dem Fuß, schoss aber aus halb rechter Position ganz knapp recht oben vorbei (47.). Diese Fahrlässigkeit bestrafte der KSC mit einem Doppelschlag durch Klemen Lavric, auf Zuspiel von Alexander Iashvili (50.) und durch den KSC-Kapitän selbst (54.).

Der deutlich verbesserte und selbstbewusstere Auftritt der Karlsruher in der zweiten Halbzeit war auch einer Taktikänderung Jörn Andersens zuzuschreiben: Alexander Iashvili war nun verstärkt im linken Mittelfeld zu finden, während sich Pascal Groß und Steffen Haas zur Doppelsechs formierten. So spielte der KSC auf dem Paper etwas defensiver – und wusste doch offensiv zu glänzen.

„Nach dem 2:0 hatte ich schon das Gefühl, dass das Spiel entschieden ist“, meinte Jörn Andersen. Aber wer weiß, welchen Verlauf das Spiel noch genommen hätte, wenn Daniel Adlung nach einem Eckball der Gäste mit dem Hinterkopf nicht nur den Pfosten getroffen, sondern den Anschlusstreffer erzielt hätte (62.).

Doch das KSC-Tor blieb für jetzt seit sieben Spielen sieglose FC Energie wie verriegelt. Der auch im dritten Spiel unter seiner Regie sieglose Trainer Rudi Bommer jedenfalls war bitter enttäuscht. „So viele Chancen bekommen wir auswärts wahrscheinlich nicht mehr.“