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Freude beim Karlsruher SC über ein kurioses Eigentor des FSV Frankfurt. Das brachte am Ende den 2:1-Sieg für den KSC.  Foto: dpa 

2:1 beim FSV Frankfurt: Karlsruher SC befreit sich aus Würgegriff

Nach drei Niederlagen gelingt dem Karlsruher SC der erste Pflichtspielsieg der Saison. Beim 2:1 in Frankfurt gegen den FSV steckt der Zweitligist einen schnellen Rückstand weg. Am Ende brachte ein Frankfurter Eigentor den Sieg.

War das die Wende? Nach zwei Punktspielniederlagen sowie dem blamablen Pokalaus hat der KSC in der zweiten Liga mit einem nahezu völlig umgekrempelten Fußball-Team den ersten Saisonsieg geholt. Karlsruhe schaffte am Freitagabend ein 2:1 (1:1) beim FSV Frankfurt. „Die Mannschaft hat den Kampf angenommen, das war das Entscheidende“, sagte Clubchef Ingo Wellenreuther. Auch Sportdirektor Jens Todt zeigte sich erleichtert. „Die Dramaturgie hat natürlich gut ins Bild der letzten Wochen gepasst“, sagte er. Nach nur 24 Sekunden waren die Schützlinge von Trainer Markus Kauczinski in Rückstand geraten. Am Ende stand aber ein „verdienter Sieg“, wie Todt meinte.

Gegenüber dem 1:3 beim Oberligisten SSV Reutlingen hatte Trainer Kauczinski die Startformation auf sieben Positionen verändert. Aufgrund von Vereinswechseln standen Rouwen Hennings und Jannik Dehm nicht mehr zur Verfügung. Zudem fiel Dennis Kempe (Oberschenkelzerrung) aus. Dass Dirk Orlishausen ins Tor zurückkehren würde, war klar. Aber Jan Mauersberger für Daniel Gordon, Dominic Peitz für Gaetan Krebs sowie Boubacar Barry für Dimitrij Nazarov – diese Änderungen kamen etwas überraschend.

Als der KSC den Ball beim ersten Angriff der Frankfurter nicht aus der Gefahrenzone brachte, traf Besar Halimi vom rechten Strafraumeck aus – sein Schuss wie ein Strich schlug im linken Winkel ein (1.). Die Wildparkprofis aber schüttelten sich nur kurz und gingen ihrerseits zum Angriff über. Nach einer Viertelstunde wurden sie mit dem Ausgleich belohnt: Barry setzte den FSV unter Druck, der Ball kam zu Erwin „Jimmy“ Hoffer, der so sein erstes Pflichtspieltor für die Blau-Weißen erzielte. Nach einer halben Stunde war der KSC das bessere Team, doch weder Manuel Torres (33., 43.) noch Barry (35.) noch Hoffer (39.) nutzten die weiteren Chancen bis zur Pause.

Kurz danach kam es außerhalb des Strafraumes zu einem Pressschlag an dem FSV-Torhüter André Weis, Verteidiger Joan Oumari und Hoffer beteiligt waren. Der Ball flog Richtung Tor und hoppelte über die Linie (48.). Eine Chance zum 2:2 hatte noch Fanol Perdedaj (77.), doch letztlich fand selbst FSV-Trainer Tomas Oral, dass der KSC verdient siegte. Kurz vor Schluss sah der Frankfurter Alexander Bittroff die Rote Karte (88.).