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Im Würgegriff: Pforzheims Nicolai Gerstner musste auch zuletzt einiges einstecken, sollte aber am Samstag gegen Erlangens Reserve wieder mit von der Partie sein.  Foto: PZ-Archiv/Becker 

3. Handball-Bundesliga: TGS Pforzheim ist Gastgeber des Tabellenvorletzten HC Erlangen II

Pforzheim. Mit dem HC Erlangen II hat die TGS Pforzheim am Samstag (19 Uhr, Bertha-Benz-Halle) bereits die dritte Perspektivmannschaft eines Erstligisten zum Gegner. Nach den Niederlagen bei Balingen/Weilstetten II und den Rhein-Neckar Löwen II scheint diese Aufgabe lösbarer, denn die Franken, die zur neuen Saison als Tabellensiebter von der Ostgruppe in den Süden überwechselten, stehen als Tabellenvorletzter mit dem Rücken zur Wand.

Ein Selbstläufer wird der Vergleich aber sicher nicht. Der Gegner hat von seinen bisherigen elf Auftritten zwar nur zwei gewonnen, drei der neun Niederlagen aber nur mit einem Treffer Differenz abgegeben. Dass sie am vergangenen Wochenende mit dem 29:28-Sieg gegen die TSG Haßloch auch einmal die Gunst Fortunas auf ihrer Seite hatten, dürfte den Mittelfranken Mut für eine Aufholjagd machen.

Abwehr mit Gardemaß

Schwierig ist die Aufgabe für Gastgeber Pforzheim auch, weil der Gegner ein unbeschriebenes Blatt ist. Den Videoaufzeichnungen hat Florian Taafel aber entnommen, dass der Gegner eine kompakte Abwehr mit Gardemaß stellt und in Benedikt Kellner einen umsichtigen Spielmacher hat, der zugleich torgefährlichster Werfer seines Teams ist.

Die Wartberger rangieren nun mit 11:11 Punkten auf Rang acht der Tabelle und wollen ihr Konto wieder positiv stellen. Der jüngste Auftritt bei den Rhein-Neckar Löwen machte trotz der Niederlage Mut. Abgesehen von der Viertelstunde vor dem Pausenpfiff, in der den Wartbergern durch die Verletzungsausfälle von Florian Taafel und Michal Wysokinski Alternativen auf zentralen Positionen fehlten, hat man eine ordentliche Leistung abgeliefert und sieht auch eine Leistungssteigerung.

Glück für die TGS ist auch, dass die Gesichtsverletzung von Nicolai Gerstner nicht so schwer ist, wie zunächst befürchtet wurde. Er hat Mitte der Woche wieder das Training aufgenommen und dürfte am Samstag genauso mit auflaufen, wie der an der Schulter lädierte Yanez Kirschner und der bei den Rhein-Neckar Löwen mit einer Wadenverletzung fehlende Michal Wysokinski. Florian Taafel fällt genauso wie Filip Prsa weiter aus und kann sich damit voll auf das Coachen konzentrieren.