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Auf neue Hochgefühle hoffen Tim Ganz (am Ball) und die SG Pforzheim/Eutingen beim Auswärtsspiel bei der HG Oftersheim/Schwetzingen.  Foto: PZ-Archiv, Ripberger 

3. Handball-Liga: Nächste hohe Hürde für die SG Pforzheim/Eutingen

Pforzheim. Nach den ersten drei Spielen ohne Niederlage hat es die SG Pforzheim/Eutingen beim vierten Auftritt im Heimspiel gegen die Perspektivmannschaft der Rhein-Neckar Löwen ganz deftig erwischt. „Die haben ein Riesenspiel gemacht und uns über die gesamte Spielstunde überhaupt nicht ins Spiel kommen lassen“, gibt Alexander Lipps, der Coach der Eutinger zu. Und es wird sicher nicht leicht, den Ausrutscher an diesem Samstag (19.30 Uhr) bei der HG Oftersheim/Schwetzingen zu korrigieren. Denn bei den Kurpfälzern steht Manuel Mönch und seinen Mitstreitern das nächste Nordbaden-Derby und eine ähnlich hohe Hürde bei einem erfahrenen Gegner bevor.

Nach zwei Spielrunden in der ungeliebten Ostgruppe ist die HG nun wieder der Südgruppe zugeteilt. Der Wiedereinstand ging mit drei Niederlagen daneben. Am vergangenen Sonntag ist nun ausgerechnet im Derby bei der SG Leutershausen mit einem 29:27-Auswärtssieg der Knoten geplatzt. Der 1,96 Meter lange Florian Burmeister, der zusammen mit Jonathan Buck beim TV Bittenfeld sein Handball-ABC erlernt hat, war dabei mit neun Einschüssen, sechs davon in der Anfangsphase, der das Spiel entscheidende Akteur. Keine Frage, dass nach diesem Derby-Sieg die Stimmung bei den Kurpfälzer von tiefschwarz auf himmelblau gewechselt ist.

Alexander Lipps weiß, was ihn uns seine Mannschaft an diesem Samstag in der Schwetzinger Nordstadt erwarten wird: eine aggressive 6:0-Deckung, ein wurfgewaltiger Rückraum mit Burmeister, Wahl und Sauer sowie dem auch mit Friesenheim in der Bundesliga spielberechtigten Youngster Yessine Meddeb. Hinzu kommt, dass Schwetzingens Coach, Ex-Nationalspieler Holger Löhr, sowohl für seine Abwehr als auch seinen Angriff immer eine Variante im Ärmel stecken hat. Auf taktische Schachzüge wie den Torhüter für den siebten Feldspieler zu tauschen, muss man sich in der Schwetzinger Nordstadthalle jedenfalls einstellen. Ein Mittel zu dem auch die Rhein-Neckar Löwen II gegen die SG griffen, die damit erfolgreich die Abwehr der Pforzheimer aushebelten.

Kader unverändert

Der Schwere der Aufgabe bewusst, gehen die Goldstädter die Aufgabe in der Kurpfalz aber auch mit Optimismus an. Die Lektion vom vergangenen Samstag hat dem SG-Team auch positive Erkenntnisse beschert. Das ist auch der Grund, weshalb Alexander Lipps gegen Oftersheim/Schwetzingen einem unveränderten Kader sein Vertrauen schenkt.