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TGS Pforzheim

Mit einer starken Leistung gegen den TVS Baden-Baden hat sich Lukas Salzseeler (beim Wurf) für weitere Einsätze bei der TGS Pforzheim empfohlen.Foto: Ripberger, PZ-Archiv
Mit einer starken Leistung gegen den TVS Baden-Baden hat sich Lukas Salzseeler (beim Wurf) für weitere Einsätze bei der TGS Pforzheim empfohlen.Foto: Ripberger, PZ-Archiv
06.09.2018

3. Handball-Liga: TGS Pforzheim fährt mit breiter Brust zum VfL Pfullingen

Pforzheim. Wir fahren zum VfL Pfullingen mit dem Ziel, zu gewinnen.“ Dies ist eine selbstbewusste und sehr mutige Kampfansage von TGS-Boss Wolfgang Taafel, zumal der Auftritt am morgigen Samstagabend am Albtrauf beim Tabellenführer der 3. Handball-Bundesliga angepfiffen wird.

Dieser zeigte nicht nur in seinen ersten beiden Saisonspielen dem TSV Neuhausen/Filder und dem TV Willstätt mit 43:28 Treffern bzw. 35:30 Toren die Grenzen auf. Mehr noch: Man warf im DHB-Pokal mit den Eulen aus Ludwigshafen einen Erstligisten aus dem Pokalrennen.

Dass es wieder ein ganz heißer Tanz wird in der emotionsgeladenen Kurt-App-Halle in Pfullingen ist sich Taafel sicher, denn die Auseinandersetzungen zwischen den beiden Kontrahenten waren von eh und je enge Kisten. So auch in der vorausgegangenen Saison, als sich die Pforzheimer in der Vorrunde in der Bertha-Benz-Halle hauchdünn mit 28:27 Treffern durchsetzten und sich Pfullingen hierfür in der Rückrunde genauso knapp mit 32:31 Toren revanchierte.

Was Taafel so optimistisch macht, ist nicht nur die souveräne Vorstellung seiner Mannen am vergangenen Wochenende beim Heimauftakt gegen Baden-Baden, auch der Saisoneinstand in Balingen zeigte – trotz der Niederlage – auf, dass Andrej Klimovets auch im sechsten Jahr bei den Wartbergern wieder eine auf die Minute topfitte Mannschaft geliefert hat. Seiner Philosophie entspricht, dass er mit den in der 3. Liga erfahrenen Neuzugängen Roy James und Patrick Zweigner vor allem die Abwehr weiter gefestigt hat („damit sollte auch gesichert sein, dass ich nicht wieder in die Bresche springen muss“). Auch der Angriff lässt, vor allem in der Kooperation zwischen Zweigner und dem zum Saisonstart in überragender Form aufwartenden Marco Kikillus, erweiterte Möglichkeiten zu.

Von der Spielanlage sind sich die Wartberger und Pfullinger ähnlich, mit aggressiver und trotzdem kompakter Abwehrarbeit Bälle zu erobern, um mit blitzschnellen Vorstößen die vermeintlich „leichten“ Tore zu markieren. Was auf Pforzheimer Seite in dieser Hinsicht Kikillus (bisher 23 Tore) gelang, besorgte beim Gegner vor allem Linksaußen Marc Breckel, der mit 17 Toren nach den ersten beiden Auftritten die Scorer-Liste der Württemberger anführt. Großen Respekt hat man im Lager der Wartberger auch vor Alexander „Rudi“ Schmid, denn der vom TSV Horkheim in dieser Runde zugestoßene Kreisläufer gilt als einer der Ausgebufftesten auf seiner Position in der gesamten Liga. Für seinen Widerpart am Pforzheimer Kreis, Michal Wysokinski, der sich im Abwehrzentrum voraussichtlich in erster Linie Schmid widmen muss, wird dies wohl eine besondere Herausforderung sein.

Von der Besetzung her wird sich in den Reihen der Pforzheimer nicht viel ändern. Sowohl Neuzugang Yanez Kirschner als auch Rekonvaleszent Filipp Prsa sind noch nicht wieder einsatzbereit, möglich, dass Fabian Dykta, der zuletzt aus beruflichen Gründen fehlte, wieder mit dabei ist. Sein Vertreter, der blutjunge Markus Salzseeler, hat ihm im Übrigen mit seiner Vorstellung gegen Baden-Baden vor allem in der Endphase der Partie die Rückkehr in die Stammsieben nicht einfach gemacht.