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In Schieflage geriet die TGS Pforzheim, hier mit Roy James, im Hinspiel gegen Heilbronn. Das soll im Rückspiel anders werden.  Foto: Becker, PZ-Archiv 

3. Liga: Last-Minute-Niederlage für TGS Pforzheim in wahrem Handball-Krimi

Horkheim/Pforzheim. Der TSB Heilbronn-Horkheim scheint in dieser Saison in der 3. Handball-Liga von der TGS Pforzheim nicht zu schlagen zu sein, wobei es nach der 22:33-Heimniederlage für die Pforzheimer am Samstagabend auswärts im Rückspiel bis kurz vor Schluss so aussah, als könnte es einen Revanche-Sieg oder zumindest ein Remis geben.

Am Ende warfen zwei Zwei-Minuten-Zeitstrafen die TGS zurück und die Horkheimer konnten knapp mit 29:28 gewinnen. Vor dem Spiel waren die Rollen klar verteilt: Die Heilbronner waren die zweitbeste Heimmannschaft, die TGS das zweitbeste Auswärtsteam. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und konnten nie wirklich den Gegner dominieren.

17:17 stand es folgerichtig zur Halbzeit, wobei es dem TSB nur zu Anfang des Spiels gelang, einmal mit drei Punkten zu führen. Das blieb ein Einzelfall, denn danach wechselte die Führung ständig, und kein Team konnte mehr als einem Punkt vorlegen. Das war ein Handball-Krimi, der die Nerven der Zuschauer extrem anspannte.

Kurz vor Schluss wurde es dann etwas turbulenter. Janik Zerweck erhielt seine dritte Zwei-Minuten-Strafe und wurde in der 56. Minute beim Stand von 28:26 für die TGS disqualifiziert. Doch das nächste Tor machten die Horkheimer. Dann folgte eine Zwei-Minuten-Zwangspause für Maris Versakovs in der 57. Minute und der 28:28-Ausgleich durch Gastgeber TSB. Noch schien alles möglich zu sein, doch die Zwei-Minuten Strafe für Florian Taafel am Ende der 58. Minute schwächte die Pforzheimer, die in der 59. Minute den Siegtreffer der Horkheimer hinnehmen musste. In den restlichen Sekunden der hitzigen Partie gelang der TGS kein Glückstreffer mehr zum letztlich verdienten Ausgleich.

So liegt jetzt TSB Heilbronn-Horkheim (28 Punkte) auf Rang 5 und die TGS Pforzheim (27 Punkte) auf Rang 6.