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Die Nöttinger Mannschaft (am Ball Niklas Kolbe, daneben Walldorfs Ugurtan Kizilyar) wurde ab Mitte der ersten Hälfte mutiger und ging kurz vor der Pause in Führung. Fotos: Ripberger
Die Nöttinger Mannschaft (am Ball Niklas Kolbe, daneben Walldorfs Ugurtan Kizilyar) wurde ab Mitte der ersten Hälfte mutiger und ging kurz vor der Pause in Führung. Fotos: Ripberger
16.09.2016

3:1 gegen FCA Walldorf: Dritter Heimsieg für den FC Nöttingen

Remchingen-Nöttingen. Laute Musik und beste Stimmung in der Kabine des FC Nöttingen: Die Fußballer des Regionalliga-Aufsteigers hatten mal wieder Grund zu feiern. Gegen den nordbadischen Rivalen FCA Walldorf gab es im Panoramastadion mit 3:1 (1:0) den dritten Saisonsieg. Daheim ist der FCN eine Macht. Heimspieltage sind Zahltage. Timo Brenner (45.+1/Foulelfmeter), Michael Schürg (78.) und Simon Frank (87.) sicherten den knappen Sieg nach einem engen Spiel. Für Walldorf traf Timo Kern zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

„Am Ende hatten wir die Effektivität und das nötige Glück“, atmete Dubravko Kolinger nach dem Schlusspfiff durch. Nöttingens Trainer blieb bei der 4-2-3-1-Formation und fand für die Doppelsechs nach dem Ausfall von Felix Zachmann und Reinhard Schenker eine überraschende Lösung: Neben dem starken Theodor Bräuning spielte der wiedergenesene Niklas Hecht-Zirpel, eigentlich ein Offensivmann, in der defensiven Zentrale vor der Abwehr. „Wir haben lange hin und her überlegt“, gestand Kolinger ein. Gut, dass die Lösung funktionierte. Die Zehnerposition übernahm Eray Gür, Claudio Bellanave spielte rechts.

In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit hatten die Gäste durch Marcus Meyer die ersten Chancen (17., 19.), doch im ersten Versuch scheiterte der Walldorfer an FCN-Torhüter Robin Kraski, der zweite Versuch verfehlte das Tor. Die erste große Chance für Nöttingen hatte Leutrim Neziraj, der nach 20 Minuten an Keeper Jürgen Rennar scheiterte. Der FCN wurde nun immer mutiger. Turbulent ging es dann in den fünf Minuten vor der Pause im Walldorfer Strafraum zu, beide Male standen Mario Bilger und Schiedsrichter Manuel Bergmann im Blickpunkt. Als der Nöttinger Linksaußen in hohem Tempo zu Fall kam – zuvor war Neziraj mit seiner nächsten Chance gescheitert – pfiff der Unparteiische, zeigte zum Entsetzen der Nöttinger Bilger aber die gelbe Karte für eine Schwalbe. „Das war ein tausendprozentiger Elfer. Ich spitzle den Ball weg, der Gegenspieler trifft mich am Schienbein“, ärgerte sich Bilger später. Vier Minuten kam Bilger wieder zu Fall, dieses Mal im Zweikampf mit Tabe Nyenty am Strafraumeck – dieses Mal entschied der Unparteiische auf Strafstoß. Brenner ließ sich nicht zweimal bitten – 1:0. „Der war nicht so zwingend wie der erste, aber irgendwann musste er ja mal einen Elfer pfeifen“, lautete Bilgers Kommentar. Nach der Pause aber riss der Faden beim FCN. Walldorf war am Drücker und kam zum Ausgleich, als Timo Kern unbehindert in den Strafraum sprinten und abschließen durfte (50.). Die Gäste blieben am Drücker, ließen aber die Durchschlagskraft vermissen. Nöttingen tat sich lange schwer, ehe die Einwechslung von Michael Schürg frischen Wind brachte. Und der Torjäger machte dann, was man von einem Stürmer erwartet: Er stand goldrichtig, als Neziraj einen Gegenspieler versetzte. Sein Schuss aus spitzem Winkel wurde zwar zunächst pariert, sprang aber vom Fuß des Schlussmanns an die Schulter von Schürg und von dort ins Tor (78.). Elf Minuten später machte Simon Frank den Sack zu. Vom eigenen Strafraum stürmte der Linksverteidiger bei einem Konter nach vorne und verwertete das mustergültige Zuspiel von Kapitän Timo Brenner eiskalt (87.)