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09.01.2011

34. Kickers-Club-Turnier: Karlsruher holen Ketterer Cup

PFORZHEIM. Der insgesamt achte Sieg des FC Unitas Karlsruhe beim 34. Kickers Club-Turnier um den Ketterer Cup stellte alles in den Schatten. Ob es die Pforzheimer Traditionsveranstaltung aber auch noch im nächsten Jahr geben wird, ist fraglich.

Bildergalerie: Impressionen vom 34. Kickers-Club-Turnier um den Ketterer Cup - 3. Fotos: Gössele

Bildergalerie: Impressionen vom 34. Kickers-Club-Turnier um den Ketterer Cup - 2

Ein bisschen sind die Schluss-Worte von Michael Schwarz im Beifall des Publikums untergegangen: „Ob es hier auch 2012 weitergeht, werden wir noch sehen“, hauchte der Turniersprecher eher kleinlaut ins Mikrofon, nachdem die vielleicht letzte Fußball-Gala des Kickers Club ’72 in der Fritz-Erler-Halle über die Bühne gegangen war. Mehr als drei Jahrzehnte gibt es den Budenzauber, bei dem schon viele prominente Starkicker um den Ketterer Cup kämpften. Dabei ist das Turnier untrennbar mit der Person von Werner Vollmer verbunden.

Bildergalerie: Impressionen vom 34. Kickers-Club-Turnier um den Ketterer Cup - 1

Doch der Kickers Club-Vorsitzende will mit seinen 71 Jahren kürzer treten und zieht sich vom operativen Geschäft zurück. Rund 1200 Zuschauer bei freiem Eintritt und jede Menge spannende Fußball-Schlachten bereiteten dem scheidenden Turnier-Direktor aber einen würdigen Abgang, den der FC Unitas Karlsruhe auch noch sportlich krönte.

Bildergalerie: Impressionen vom 34. Kickers-Club-Turnier um den Ketterer Cup - 4

Am Star-Ensemble ehemaliger KSC-Profis um die Leitwölfe Burkhard Reich und Rainer Krieg kam wie schon im Vorjahr keine Mannschaft vorbei. Auch nicht an Rainer Scharinger, der beim 5:0-Finalsieg gegen den SC Freiburg zwanzig Sekunden vor Schluss sogar noch seinen siebten Turniertreffer erzielte und gemeinsam mit Uwe Wegmann (Allgäuer Alpenkicker) den goldenen Torjäger-Schuh in Empfang nahm. „Das war mit Abstand der deutlichste Sieg, seit ich in Pforzheim dabei bin“, verriet der ehemalige Oberliga-Spielmacher des 1. FC Pforzheim.

Und auch Rainer Krieg befand mit einem Augenzwinkern: „Vielleicht brauchen wir in Zukunft stärkere Gegner.“ Dem SC Freiburg war im Endspiel jedenfalls kaum ein Vorwurf zu machen, zumal die Truppe aus dem Breisgau mit nur sechs Mann angereist war. „Wir sind schon im Halbfinale gegen Nürnberg körperlich auf dem Zahnfleisch gegangen“, betonte Teamkapitän Bernd Rähtler und fügte hinzu: „Das 1:0 nach fünfzehn Sekunden war Gift für uns.“ Denn der Treffer von Thomas Kies verlieh den ohnehin schon hochfavorisierten Karlsruhern auch noch Flügel.

Daniel Kreuzer, der Nöttinger Oberliga-Kicker Dubravko Kolinger (2) und Scharinger machten den Sack zu. „Wenn es bei uns läuft, sind wir eben nur schwer zu stoppen“, meinte Kolinger fast schon entschuldigend.

Immerhin ging der Titel des besten Turnierspielers an den Freiburger Torjäger Mustafa Kurth. Auch der 1. FC Nürnberg mit den Ex-Profis Dieter Eckstein und Martin Schneider durfte sich nach fehlerloser Vorrunde am Ende über den dritten Platz freuen. Im Halbfinale waren die „Cluberer“ noch unglücklich mit 0:1 an Freiburg gescheitert. Im „kleinen Finale“ gegen die Stuttgarter Alt-Stars hatte der FCN aber wieder Fortuna auf seiner Seite. Zwar machte der Gegner überraschend ein 0:3 wett. Im anschließenden Neunmeterschießen entschärfte dafür Franken-Keeper Tobias Schunder (bester Turniertorhüter) gleich zwei Stuttgarter Strafstöße, bis einer seiner Teamkollegen den Schlusspunkt zum 7:6 setzte.