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Zwei Neunmeterschießen benötigte Gärtringen, um sich sowohl im Halbfinale gegen Niefern als auch im Finale gegen Nagold (hier der Nagolder Matthias Rebmann, links, im Zweikampf mit Lukas Zweigle, Gärtringen) zu behaupten. Foto: Becker
Als bester Spieler wurde Samet Tuzluca (Birkenfeld) von Jürgen Fritscher (Bausparkasse Schwäbisch Hall) geehrt. Foto: Becker
08.01.2017

44. Calmbacher Hallenturnier: Württemberger wollen es wirklich wissen

Zu einem interessanten Vergleich zwischen Vertretern des Württembergischen und des Badischen Fußballverbandes entwickelte sich das 44. Calmbacher Hallenturnier in der Enztalhalle. Mit dem 1. FC Birkenfeld, dem FSV Buckenberg und dem FV Niefern maßen sich drei badische Landesligisten mit den drei württembergischen Landesligisten FC Gärtringen, SF Gechingen und VfL Nagold in dem Zwölfer-Feld. Der als Verbandsligist angekündigte TSV Reichenbach war lediglich mit seiner U19-Garnitur erschienen. Das Kräftemessen endete zugunsten der Schwaben.

Bildergalerie: Im Calmbacher Hallenfußballturnier dominieren die Schwaben

Mit Titelverteidiger VfL Nagold und dem FC Gärtringen, dem Sieger des Jahres 2014, kämpften sich zwei württembergische Teams ins Finale. Nachdem die Partie nach regulärer Spielzeit 2:2 stand (Tore 1:0 Marco Lühmann, 2:0 Ekin Gör, beide Gärtringen, 2:1 Marcel Cicak und 2:2 Daniel Atis, beide Nagold) setzte sich Gärtringen im Neunmeterschießen 3:2 und somit insgesamt 5:4 durch. Im Spiel um Platz drei zeigte sich Birkenfeld dem Landesligakonkurrenten Niefern deutlich überlegen. Schon in der 4. Minute markierte Roman Hajeck das 1:0, dem zwei Minuten später der unverwüstliche 35-jährige Senior Bruno Martins das abschließende 2:0 folgen ließ.

Pech für Birkenfeld und Niefern

Im Halbfinale klebte den Birkenfeldern gegen Nagold etwas Pech an den Füßen, dass sie mit 1:3 verloren, obwohl der Birkenfelder Deniz Nedzhniev die frühe Führung des Ex-Verbandsligisten durch Daniel Atis ausglich. Doch der Schusskraft Marcel Cicaks (9. Min. zum 1:2 und 25 Sekunden vor Schluss zum 1:3) war kein Kraut gewachsen. Nicht mit Fortuna im Bunde befand sich auch Niefern, das sich im anderen Halbfinale erst nach Neunmeterschießen Gärtringen mit 2:4 beugen musste. Timo Graf hatte zwar den FV Niefern in Führung geschossen, doch Dustin Kappus 50 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit egalisierte den Spielstand.

Wirklich enttäuscht hat im Feld der sechs Landesligisten lediglich der FSV Buckenberg, der bereits in der Qualifikation zum Viertelfinale gegen den FV Wildbad mit 1:4 die Segel streichen musste. Die Sportfreunde Gechingen hatten gegen den FV Niefern im Viertelfinale im Duell zweier Landesligisten und Turnierneulinge mit 0:1 das Nachsehen. Das Viertelfinale erreichten auch Gastgeber 1. FC Calmbach und GU/Türkischer SV Pforzheim. Die Türken waren diesmal für das Hauptturnier gesetzt worden, nachdem sie im Vorjahr eindrucksvoll durch die Qualifikation marschiert waren. Diesmal hatte sich Birkenfeld II den einzigen freien Startplatz für das Hauptturnier gesichert. Kreisliga-A-Tabellenführer Engelsbrand scheiterte in der Qualifikation zum Viertelfinale an Niefern.