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Gab alles: Otto Lingk aus Straubenhardt bei der Abfahrt am Almendhubel.  privat
Gab alles: Otto Lingk aus Straubenhardt bei der Abfahrt am Almendhubel. privat
01.02.2017

74. Internationalen Inferno-Skirennen in Mürren: Amateure aus der Region mischen mit

Mürren. Bereits 1928 wurde das Inferno Rennen in Mürren (Schweiz) durch skiverrückte Engländer organisiert. Es ist bis heute das größte Amateur-Skirennen der Welt.

Durch sehr beständiges Wetter während der gesamten Rennwoche fanden die 1850 Teilnehmer an den drei Wettkampftagen sehr gute Bedingungen vor.

Otto Lingk aus Straubenhardt und Jochen Layer aus Pforzheim waren in der Kombination (Langlauf und Riesenslalom) sowie am Schilthorn-Abfahrtslauf für das „2fast4u“-Team am Start. Bereits am Mittwoch stand der Ski-Langlauf „Skating“ durch den Ort Mürren über 3 mal 1,4 Kilometer an. Bei toller Atmosphäre forderten die interessanten Passagen, wie dem kräftezehrenden Anstieg zum Palace-Stutz, den Kamel-Buckeln à la Gröden, den Athleten alles ab. Die Strecke war nicht präpariert und aufgrund der klirrenden Kälte bei fast Minus 15 Grad war die richtige Wachswahl sehr wichtig. Lingk erreichte hier die Zeit von 19:02,85 Minuten. Layer, wesentlich später gestartet, benötigte bei noch kälterer Temperatur 28:18,94 Minuten.

Am Tag darauf fand auf der Birg der Riesentorlauf statt. Bei bestem Wetter erfolgte um 10 Uhr der Start. Die Piste war hervorragend präpariert und auch die letzten Läufer fanden gute Bedingungen vor. Layer fuhr ein gutes Rennen mit 1:21,37 Minuten. Lingk benötigte 1:24,17 Minuten zwischen den 34 Toren.

Das Hauptevent, der 74. Abfahrtslauf vom kleinen Schilthorn, konnte aufgrund der Schneelage und trotz bester Präparierung durch das Organisationsteam nur bis Mürren durchgeführt werden. Die Streckenlänge beträgt 7,6 km mit 1140 Höhenmetern, welche mit teils brennenden Oberschenkeln zu bewältigen waren.

Der Start war unterhalb des kleinen Schilthorns. Aus dem Starthaus war ein schnelles S zu fahren, es folgte ein kleinerer Sprunghügel. Hier muss genügend Tempo für das Engetal mitgenommen werden für die lange Gleitpassage bis zur Schilthorn Hütte. Dort wurde dieses Jahr wieder die obere, schnellere Traverse gefahren bis zur ersten Zwischenzeitmessung am Oberen Hübel.

Es folgt der schnellste Streckenabschnitt, ein langgezogenes S zum Muttlerhoren. Mit 110 bis 125 km/h fährt man in die schwierige Kompression mit flachem Übergang zum berüchtigten Kanonenrohr. Nach den zwei Kanonenrohr-Kehren folgt eine Gleitstrecke mit einer 180 Grad Kurve am Allmendhubel, vor dem langen Aufstieg im Wald. Am höchsten Punkt kreuzt man den Maulerhubel-Lift, danach beginnt der letzte Abschnitt, die enge Palace-Run- Abfahrt mit zwei sehr engen Kurven zum Ziel im Sport-Zentrum Mürren. Tagesschnellster in der Hauptklasse war Flavio In-Albon in 7:10,38 Minuten aus dem Oberengadin (Schweiz).

Aus der Region Pforzheim waren folgende Infernisten im Ziel: Hauptklasse Herren: Daniel Bott aus Bad Wildbad in 8:19,57 Minuten, Markus Bott aus Bad Wildbad in 8:52,24 Minuten. Flori Schuster aus Kämpfelbach in 9:59,89 Minuten. Senioren 1: Jens Strohecker aus Pforzheim in 12:21,42 Minuten. Senioren 2: Jochen Layer aus Pforzheim in 9:30,35 Minuten; Jan Eric Friess aus Kämpfelbach in 10:10,24 Min.; Henrik Kramer aus Wildberg in 9:50,03 Minuten. Gentlement: Otto Lingk aus Straubenhardt in 9:20,03 Minuten. Kombinationswertung Gentlement: Otto Lingk, 7. Platz, wie im Vorjahr also unter den Top 10.