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Deutsche Meisterschaft, wir kommen! Der Jubel über den erneuten Einzug in die Endrunde ist groß bei der A-Jugend der SG Pforzheim/Eutingen; hinten von links: Alexander Lipps (Trainer), Fabian Hurst, Chris Wark, Julian Broschwitz, Arne Ruf, Konstantin Regelmann, Janik Deutscher, Tom Schlögl, Manuel Mandel, Markus Rauch (Trainer); vorne von links: Basti Melcher, Jonas Schmidt, David Heinrich, Dominik Brath, Phil Burkhardt, Tim Kusch, Leon Gerstner, Felix Schucker und Paul Lupus. B. Lupus 

A-Jugend der SG Pforzheim/Eutingen erwartet im DM-Viertelfinale Bayer Dormagen

Wunder wiederholen sich manchmal. Bei der SG Pforzheim/Eutingen geschieht das sogar in schöner Regelmäßigkeit. Denn die A-Jugend des Handballvereins hat sich erneut für die Endrunde der deutschen Meisterschaft qualifiziert, als Vizemeister der Bundesliga Staffel Süd.

„Eigentlich geht das gar nicht angesichts der Konkurrenten aus den Internaten von Handball-Bundesligisten“, sagt Jörg Lupus voller Stolz. Der SG-Vorsitzende und Trainer Alexander Lipps sprachen gestern in den Räumen des Hauptsponsors Stadtwerke Pforzheim (SWP) über die Erfolgsstory ihres Handball-Nachwuchses und stimmten auf das Viertelfinal-Hinspiel um die deutsche Meisterschaft am Sonntag in der Bertha-Benz-Sporthalle ein. Ab 16.00 Uhr ist dort der Meister der West-Bundesliga, Bayer Dormagen, zu Gast. Das Rückspiel in Dormagen ist am Sonntag, 1. Mai. „Ich hoffe auf ein volles Haus“, so Alexander Lipps.

Jörg Lupus lässt verblüffende Zahlen sprechen. Seit Einführung der Bundesliga 2011 haben sich in Deutschland nur zwei Vereine vier Mal für die Endrunde qualifizieren können: Die Füchse Berlin und die SG Pforzheim/Eutingen. Auch in der Süd-Bundesliga spielen die SG-Talente immer wieder den Hecht im Karpfenteich und ärgern die renommierten Bundesligisten aus Kronau/Östringen, Großwallstadt, Göppingen oder Balingen-Weilstetten. Wie ist das möglich? „Wir haben einfach super Trainer, die eine super Arbeit abliefern“, erklärt Lupus. Der Erfolg in der abgelaufenen Bundesliga-Saison kommt dennoch überraschend, weil die Schützlinge von Alex Lipps viel Verletzungspech hatten. Doch das Team um die Leistungsträger Julian Broschwitz, Arne Ruf, Tom Schlögl und Chris Wark rappelte sich immer wieder auf und sicherte sich am letzten Spieltag das DM-Ticket. Broschwitz und Ruf sind auch feste Größen in der ersten Mannschaft, die in der BW-Oberliga um den Aufstieg in die 3. Liga spielt. Auf sie kommt in den kommenden zwei Wochen eine enorme Doppelbelastung zu.

Lipps sieht sein Team gegen Dormagen als Außenseiter, aber nicht chancenlos. „Der Gegner hat eine starke erste Sechs, ist aber in der Breite auch nicht überragend besetzt.“ Dormagen deckt sehr offensiv und hat eine hohe Qualität im Gegenstoß, weiß der Coach.