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Ein Wiedersehen gibt es in diesem Jahr zwischen dem FC Ersingen (rot-schwarz), der den Klassenerhalt schaffte, und den Mutschelbachern, die als Topfavorit gelten. Foto: Ripberger
Ein Wiedersehen gibt es in diesem Jahr zwischen dem FC Ersingen (rot-schwarz), der den Klassenerhalt schaffte, und den Mutschelbachern, die als Topfavorit gelten. Foto: Ripberger
Hoch das Bein: Ein Nöttinger Spieler (rechts) im Zweikampf mit Birkenfelds Bruno Martins. Foto: Becker
Hoch das Bein: Ein Nöttinger Spieler (rechts) im Zweikampf mit Birkenfelds Bruno Martins. Foto: Becker
13.08.2015

ATSV Mutschelbach von Herausforderer Birkenfeld, Espanol und Langensteinbach hoch gewettet

Platz 5 bis 7 – das Saisonziel des ATSV Mutschelbach nimmt sich eher bescheiden aus. Die Konkurrenz sieht das etwas anders. Wenn von den anderen 15 Vereinen gleich 13 einen Verein auf den Favoritenschild heben, dann gibt es am Motto für die Saison nicht mehr viel zu deuteln: Alle jagen Mutschelbach.

Weil sich der ATSV beim zurückgezogenen Team des VfR Ittersbach, beim FC Nöttingen II und beim Lokalrivalen Langensteinbach gleichermaßen mit guten Kickern bedient hat, ist die Einschätzung der Rivalen nicht verwunderlich.

Am ehesten wird den Langensteinbachern, dem FC Birkenfeld und Espanol Karlsruhe zugetraut, dem ATSV Paroli zu bieten. Langensteinbach und Espanol waren vergangene Saison schon vorne dabei, haben sich qualitativ und quantitativ gut verstärkt. Die Birkenfelder hatten als Vizemeister in der Relegation den Sprung nach oben verpasst. Für die neue Saison gibt es dennoch keine großen Kampfansagen. Schließlich hat man einige gute Spieler verloren – Torjäger Moritz Hoeft ging wohl endgültig in Fußball-Rente, Sascha Mörgenthaler und Benjamin Krause zum Ligarivalen TuS Bilfingen. Die ehemaligen CfR-Kicker Samet Tuzluca, Deniz Nedzhmiev und Tobias Herzog sollen die Lücken schließen. „Aber die Veränderungen sind nicht ohne, deshalb können wir vorerst auch keine genauen Ziele formulieren“, sagt Vereinschef Reiner Steudle.

In den Vorjahren zählte auch der FC Nöttingen II immer zu den Anwärtern für das vordere Tabellendrittel. Doch wie sich die Mannschaft nach dem Abschied des „ewigen Trainers“ Adolf Weidlich unter dem neuen Übungsleiter Uwe Rhein präsentiert, bleibt eine spannende Frage. Rhein bringt von den Verbandsliga-A-Junioren des Vereins, die er bisher betreute, eine komplette Elf mit. Das Durchschnittsalter von 19,8 Jahren für die Landesliga ist schon eine Ansage.

Gespannt sein darf man auf den TuS Bilfingen, der sich erst in der Relegation den Platz in der Landesliga erkämpfte. Jetzt strebt der Verein einen sicheren Mittelfeldplatz an. Das sollte mit Neuzugängen wie den Birkenfeldern Krause und Mörgenthaler oder Francesco Grifo (Öschelbronn) möglich sein. Der Abgang von Ignazio Scozzari ist laut sportlichem Leiter Joachim Kleiner verschmerzbar – der habe wegen Differenzen mit dem Trainer zuletzt sowieso nicht mehr gespielt. Und Kleiner ist überzeugt: „Wir sind stärker als letztes Jahr.“

Gegen den Abstieg dürfte es für den FC Ersingen, die Spfr Feldrennach und Aufsteiger 1. CfR Pforzheim gehen. Das Saisonziel heißt auch unisono „Klassenerhalt“. Feldrennach und Ersingen retteten sich vergangene Saison erst spät. Die Abgänge erfahrener Spieler wie Sascha Boller, Martin Schumacher und Alexander Zettelmayer versucht Ersingen mit dem Zugang von Talenten zu kompensieren. „Es wird schwer, aber wir verteilen die Verantwortung auf mehr Schultern“, sagt Trainer Stefan Rapp. In Feldrennach will der neue Trainer Jens Wolfinger den großen Umbruch – 15 Neue, 13 Abgänge – mit Optimismus meistern.

Groß ist der Umbruch auch bei der CfR-Reserve. Der Aufsteiger verlor vor allem Abwehrstützen. Doch Trainer Benjamin Stumpp weiß, dass seine wichtigste Aufgabe sowieso darin besteht, junge Spieler an die Oberliga-Mannschaft des Vereins heranzuführen. „Meine Spieler sind heiß und können es kaum erwarten.“