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Große Halle, gute Stimmung, zuletzt störten nur einige Trommler. Doch die werden künftig nicht mehr bei Heimspielen der Sterne in der Speiterlinghalle zugelassen. Foto: PZ-Archiv, Ripberger
Große Halle, gute Stimmung, zuletzt störten nur einige Trommler. Doch die werden künftig nicht mehr bei Heimspielen der Sterne in der Speiterlinghalle zugelassen. Foto: PZ-Archiv, Ripberger
09.12.2015

Ab sofort nur noch „leise“ Basketball-Heimspiele der Rutronik Stars

Keine Angst, am Sonntag im Pokalspiel der Rutronik Stars gegen die Eisvögel USC Freiburg wird es ruhiger zugehen als zuletzt. Nach dem Ligaspiel vergangenen Samstag gegen Marburg beschwerten sich einige Zuschauer über den Lärm in der Dietlinger Speiterlinghalle – verursacht von einigen Trommlern. „Es war unmöglich, das Spiel zu genießen“, schrieb ein Besucher der Partie in einem Leserbrief an unsere Zeitung. Und: Im Interesse der Zuschauer und der Spieler sollte man „so einen Unsinn“ verbieten, „gerade in einer geschlossenen Halle, in der jedes Geräusch 100-fach reflektiert wird.“

Man kennt die Trommler, die – meist im Zusammenspiel mit einigen Tröte spielenden Gleichgesinnten – in den Hallen für Stimmung sorgen wollen. Es gibt sie beim Handball, beim Volleyball und eben auch beim Basketball. Doch während sich bei den Heimspielen der TGS Pforzheim oder auch der SG Pforzheim/Eutingen in der Bertha-Benz-Halle noch niemand über den Krach beschwert hat, scheint das „Getrommel“ bei den Rutronik Stars am vergangenen Wochenende wohl doch einigen auf die Nerven gegangen zu sein. „Uns haben auch viele angeschrieben, vor allem Eltern von Kleinkindern, die sich über den Lärm beschwert haben“, sagt Sterne-Manager Dirk Steidl.

Bisher war es bei den Heimspielen eher ruhig zugegangen – sehr selten sind Trommler am Start –, doch gegen Marburg war es ganz extrem. Laut Steidl saßen „vier, fünf Trommler von der Gäste-Mannschaft“ auf der Tribüne, die mit ihren Blechtrommeln, einige Zuschauer zur „Weißglut getrieben“ hätten. „Trommler gehören zwar zum Basketball“, sagt Steidl, „doch das war schon extrem störend.“

Da laut der Damen-Basketball-Bundesligen (DBBL) der ausrichtende Verein das Recht hat, lärmerzeugende Gegenstände wie Trommeln, Trillerpfeifen und Sirenen zu verbieten, haben die Sterne nun reagiert und werden künftig keine Trommler mehr in der Speiterlinghalle zulassen. Das versprach Dirk Steidl am Mittwoch. Damit kann auch unser PZ-Leser aufatmen. Die Berufsgenossenschaft für Schallpegelmessungen muss nicht nach Keltern ausrücken. Bei den Sterne-Heimspielen gibt es ab sofort nichts mehr auf die Ohren.

Auf die Mütze sollen aber weiterhin die Gegner bekommen. Und am Sonntag ab 16.30 Uhr die Eisvögel aus Freiburg. In der 1. Liga fertigten Ana-Maria Kammer und Co. die Badener auswärts mit 83:58 ab. Diesmal wollen sie mit einer souveränen Vorstellung in der dritten Pokal-Runde ins Viertelfinale einziehen.

Für „Menschen in Not“

Das letzte Heimspiel vor der Winterpause soll zudem ein ganz besonders Event werden. Deshalb starten die Sterne beim „Christmas Game“ wie im vergangenen Jahr einen Freiwurf-Wettbewerb zugunsten der PZ-Aktion „Menschen in Not.“ In der Halbzeitpause werden einige Promis der Sterne-Sponsoren ihr Glück versuchen. Für jeden verwandelten Freiwurf spenden die Sterne 50 Euro für „Menschen in Not.“

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