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Florian Taafel von der TGS Pforzheim war mit acht Treffern der beste Spieler auf dem Feld, doch nur wenige Sekunden nach seiner Zeitstrafe mit Disqualifizierung fiel mit der Schlusssirene der Siegtreffer für die SG Köndringen/Teningen. © PZ-news-Archiv
29.11.2014

Absolute Hochspannung: TGS Pforzheim verliert in letzter Sekunde mit 23:24

Auweia. Da müht sich eine Mannschaft ab, kämpft und muss nach 60 extrem spannenden Minuten in der letzten Sekunde des Spiels die Niederlage einstecken. Das war kein Abend für Pforzheimer Handballfans mit schwachem Herzen und lädiertem Nervenkostüm. Nach einer 15:11-Halbzeitführung hat die TGS Pforzheim in der heimischen Fritz-Erler-Sporthalle mit der Schlusssirene eine 23:24-Niederlage gegen die SG Köndringen/Teningen erleiden müssen.

Bildergalerie: Handball-Krimi: TGS Pforzheim - Köndringen/Teningen

Vor dem Spiel musste man damit rechnen, dass der aktuell Viertplatzierte der 3. Liga Süd eventuell beide Punkte aus Pforzheim mitnimmt. Die SG Köndringen/Teningen durfte man getrost doch etwas stärker einschätzen als die TGS. Doch wie sich das Spiel anfangs entwickelte, schöpften die Pforzheimer Fans Hoffnung. Sie sahen, wie ihr Team in der Halbzeit mit 15:11 vorne lag. Da konnten sich die Nerven noch entspannen.

Nach der Halbzeit wurde die Fritz-Erler-Sporthalle Schauplatz eines Handball-Krimis. Sechs Minuten vor Schluss führten die Pforzheimer nach einem Tor von Michal Wysokinski mit 23:20. Das sah noch wirklich gut aus, doch innerhalb von nur drei Minuten lähmte die SG die Pforzheimer und warf zum Entsetzen der TGS-Fans ein Siebenmeter- und zwei Feldtore zum 23:23. Zu diesem Zeitpunkt waren noch zweieinhalb Minuten zu spielen.

Es folgten drei die Nerven weiter strapazierende Time-Outs und acht Sekunden vor Schluss eine Zeitstrafe mit Disqualifizierung von Florian Taafel, mit acht Toren (drei davon Siebenmeter) bester Pforzheimer Werfer vor Christoph Baumann mit sechs Treffern. Kaum hatte Taafel den Platz verlassen, jagte Felix Gäßler den Ball in die Maschen des TGS-Tores und sicherte Köndringen/Teningen in der Schlusssekunde den denkbar knappen 24:23-Auswärtssieg.

Diese Niederlage wird die TGS schmerzen, aber die Pforzheimer Handballer durften trotz des dreiminütigen Blackouts in der Schlussphase den Platz erhobenen Hauptes verlassen, denn sie hatten bewiesen, dass sie auch Favoriten – theoretisch – schlagen können. Mit etwas Glück wäre das schon an diesem Samstagabend gelungen.