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Vor fast genau zehn Jahren spielten das Pforzheimer Rugbyteam (in Grün-Weiß) und der Heidelberger RK im Finale um die deutsche Meisterschaft. Heidelberg gewann damals knapp. Am Samstag stehen sich die beiden Rivalen im Kellerduell der 1. Bundesliga gegenüber.  Foto: PZ-Archiv, J. Keller 

Abstiegsduell der Top-Teams der 2010er-Jahre: Rugby Pforzheim trifft auf Heidelberger RK

Pforzheim. Fast auf den Tag genau vor zehn Jahren standen sich der Heidelberger RK und TV Pforzheim – heute Rugby Pforzheim – im Finale der deutschen Rugby-Meisterschaft gegenüber. Mit 20:16 sicherte sich der HRK damals den Titel, die Pforzheimer „Rhinos“ holten sich in ihrer ersten Bundesliga-Saison gleich die erste von mehreren Vizemeisterschaften in den 2010er-Jahren. Ein Jahrzehnt später ist die an diesem Samstag um 15 Uhr im SüdwestEnergie-Stadion am Rattachweg in Pforzheim-Eutingen angepfiffene Begegnung Rugby Pforzheim - HRK ein Bundesliga-Kellerduell. Für die „Rhinos“ gilt: Ein Sieg gegen den Tabellensechsten sichert den Relegationsplatz, vorausgesetzt dem Tabellenletzten RC Luxemburg gelingt keine Überraschung gegen die RG Heidelberg.

Der ganz große Befreiungsschlag im Abstiegskampf ist Rugby Pforzheim im Heimspiel am vergangenen Samstag nicht gelungen. Die Last-Minute-Niederlage gegen RK Heusenstamm brachte den „Rhinos“ aber immerhin zwei Bonuspunkte und damit auch zwei Punkte Vorsprung gegenüber dem RCL. Rein rechnerisch könnten die Pforzheimer mit zwei Siegen in den letzten beiden Spielen den HRK sogar noch überrunden und damit alle Abstiegssorgen verlieren. Realistisch ist aber Platz sieben und ein Entscheidungsspiel gegen ein Team aus den 2. Ligen Süd oder West. „Wir planen fest damit, in die Relegation zu müssen, und bereiten die Mannschaft darauf vor“, sagt Rugby-Pforzheim-Sprecher Robin Häberle.

Die Stimmung im Team sei trotz Abstiegskampf erstaunlich gut, die Spieler seien voll motiviert und auf das Match am Samstag fokussiert. „Es kommt auf die Disziplin und den Siegeswillen an. Wir wollen uns dieses Mal den Sieg nicht aus den Händen reißen lassen“, sagt Häberle. Die Einstellung scheint zu stimmen, doch den „Rhinos“ wird einer der besten Spieler und eine zentrale Figur im Erste-Reihe-Sturm fehlen: „Leider müssen wir auf den rotgesperrten Kelvin De Bruyn verzichten. Dennoch sind wir gut aufgestellt und werden einen noch härteren Kämpf als letzte Woche liefern“, sagt Häberle.

Bei der 20:23-Niederlage im Hinspiel wäre es den Pforzheimern fast gelungen, den Heidelbergern ein Bein zu stellen. Doch der HRK kommt nun mit einem die ärgsten Abstiegssorgen des Serienmeisters der 2010er-Jahre vertreibenden 39:22-Heimsieg im Gepäck ins SüdwestEnergie-Stadion. Gegner war in diesem Spiel der RC Luxemburg, dem kein Bonuspunkt gelang. Die Fans dürfen auf jeden Fall ein hartes Match der großen Rivalen der vergangenen Jahre erwarten. Nach einer etwas glücklos verlaufenden Saison sehnen sich die Zuschauer nach einem Heimsieg, der wohl schon das Relegationsspiel sichern und damit vielleicht auch den Bundesliga-Verbleib sichern könnte. --- uh ---

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