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Muss sich wohl mit der Absteigsrunde anfreunden: TGS-Spieler Nicolas Herrmann. Archiv foto: Hennrich 

Abstiegsrunde für Pforzheimer Drittligisten wohl unausweichlich: TGS-Handballer verlieren letztes Hoffnungsspiel

Saarlouis/Pforzheim. Nichts zu holen war für die immer noch durch Verletzungen und Krankheiten schwer gebeutelte TGS Pforzheim beim Auswärtsspiel gegen die HG Saarlouis. Nach der Niederlage in Horkheim hatte man in diesem Spiel die letzte Chance gesehen, der Abstiegsrunde zu entgehen. Als sich dann aber unter der Woche zwei Spieler Corona bedingt krank gemeldet hatten und auch Trainer Tobias Müller passen musste, schwanden die Hoffnungen zunehmend, etwas Zählbares aus dem Saarland mit nach Hause zu bringen.

"Im Prinzip standen außer den beiden Torhütern gerade mal noch fünf gesunde Stammspieler auf dem Spielberichtsbogen, alle anderen sind langzeitverletzt, körperlich angeschlagen und beißen auf die Zähne oder standen krankheitsbedingt nur für einen Kurzeinsatz zur Verfügung",

bedauerte Tobias Müller die aktuelle Situation, der das Spiel zu Hause über den Livestream verfolgte.

Auf beiden Seiten blieben die Angriffsbemühungen häufig erfolglos und im Mittelpunkt standen eher die beiden Unparteiischen, die der eigentlich fair geführten Partie von Anfang an ihren Stempel aufdrückten, indem viele Aktionen mit Verwarnungen und zwei Minutenstrafen bedacht wurden. Bis zur 21. Spielminute war die TGS beim Stande von 9:8 für die Hausherren noch dran, doch dann machten sich schon erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Binnen neun Spielminuten setzten sich die Saarländer auf einen komfortablen 15:10 Halbzeitvorsprung ab.

Umstellung bringt nicht die erhoffte Wende

Unverändertes Bild in der zweiten Spielhälfte. Saarlouis wurde zunehmend dominant und nutzte technische Fehler der Pforzheimer über Tempogegenstöße zu einfachen Toren. Die Umstellungen der TGS-Abwehr brachte nicht die erhoffte Wende. Spätestens nach der roten Karte für Wysokinski in der 43. Spielminute schienen sich die Gäste mit der Niederlage abzufinden. Saarlouis zog bis zur 54. Spielminute auf 31:22 davon und am Ende stand ein verdienter 35:27-Heimsieg der Saarländer auf der Anzeigetafel.

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„Alles Lamentieren hilft nichts, wir müssen den Fokus jetzt ausschließlich auf die Abstiegsrunde setzen und da gilt es am kommenden Mittwoch im Nachholspiel gegen den TV Großsachsen, die Niederlage aus dem Vorspiel wettzumachen, um gegebenenfalls wenigstens zwei Pluspunkte mit in die Abstiegsrunde zu nehmen, falls Großsachsen mit uns in eine Gruppe kommen würden“, bilanzierte TGS-Vorstand Wolfgang Taafel nach dem Spiel die sportliche Situation bei der TGS Pforzheim.