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Gut gelaunte Läufer des TV Nöttingen. Von links Thorsten Tjoa, Michael Henrich, Rene Guigas, Lars Rolf Rapp, Alfred Ulshöfer, Nikolaus Vogel, Achim Schottmüller und Hammer mit der Badischen und Schweizer Flagge. Foto: Privat
Gut gelaunte Läufer des TV Nöttingen. Von links Thorsten Tjoa, Michael Henrich, Rene Guigas, Lars Rolf Rapp, Alfred Ulshöfer, Nikolaus Vogel, Achim Schottmüller und Hammer mit der Badischen und Schweizer Flagge. Foto: Privat
12.09.2018

Acht Ausdauerasse des TV Nöttingen meistern Jungfrau-Marathon in den Alpen

Remchingen-Noettingen. Der Jungfrau-Marathon gilt als schönste Marathon-Strecke der Welt. Phantastisch die Kulisse der Bergriesen, großartig die wechselnden Szenarien zwischen Start und Ziel mit zigtausenden an Zuschauern.

Die sorgten für Gänsehaut am Straßenrand, die Stimmung erinnerte teilweise an die Tour de France-Anstiege in Alpe d’Huez. Die 1829 Höhenmeter zwischen Interlaken und der Kleinen Scheidegg sind eine Herausforderung, nicht nur für die internationale Elite aus 49 Ländern mit Bergmarathon-Weltmeistern, Olympiateilnehmern und zahlreichen Spezialisten aus dem Alpenraum, sondern auch für das große Heer an Hobbyläufern. Es gibt keinen Marathon in Europa mit derartigen Dimensionen. Eiger, Mönch und Jungfrau: das berühmteste Dreigestirn der Alpen zum Greifen nah. Bei Kaiserwetter und Temperaturen um die 20 Grad auf der Scheidegg wollten sich acht Starter des TV Nöttingen das Spektakel nicht entgehen lassen. Wie erwartet, erzielte Henrik Hammer in 4:14,45 Stunden die schnellste Zeit der TVN-Läufer. Für diese fantastische Leistung gab es Rang 57 von 400 der Altersklasse M 35 und Platz 250 von knapp 3100 Herren insgesamt.

Mit Thorsten Tjoa hatte der TVN ein weiteres Ass im Ärmel. Das Ziel, die Fünf-Stundenmarke zu unterbieten, verpasste er um 45 Sekunden. Mit Platz 63 von 350 Läufern der M 55 behauptete auch er sich im Vorderfeld. Achim Schottmüller lief die 42,2 km in beachtlichen 5:11,01 Stunden und freute sich über ein gelungenes Jungfrau-Debüt als 192. der M 50.

Dem M 55-Hühnen Nikolaus Vogel gelang es, seinen muskelbepackten Körper in 5:19,00 Stunden zur kleinen Scheidegg zu bewegen. Er wurde in seiner AK 116. und verbesserte sich um 23 Minuten gegenüber dem Vorjahr.

Eine neue Bestzeit beim vierten Jungfrau-Marathon verpasste Alfred Ulshöfer um drei Minuten, was allerdings kein Beinbruch war, da er den vierten Bergmarathon innerhalb von zwei Monaten lief. Er wurde im Ziel nach 5:37,40 Stunden als 66. von 188 der M 60 geführt.

Mit Lars Rolf Rapp meisterte auch ein Bergmarathon-Neuling die Herausforderung. Er lief in 5:39,59 Std. ein, was in der üppig besetzten M 40 Rang 351 bedeutete. Michael Henrich absolvierte heuer seinen elften Jungfrau-Lauf, genoss als „alter Hase“ das Panorama und erreichte die Ziellinie sichtlich entspannt nach 5:40,55 Std. als 166. der M 55. Rene Guigas (M 65) nahm als einer der ältesten Teilnehmer überhaupt nach 6:36,47 Std. im Zielraum Medaille und Shirt in Empfang.