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Symbolbild: Fotolia 

Ärger für FC Nöttingen wegen Spielabsage bei den A-Junioren

Remchingen-Nöttingen. Ein Nachspiel hat die Fußballsaison 2018/19 in der A-Junioren-Verbandsliga Baden für den FC Nöttingen. Es geht um die Absage eines Punktspieles gegen den FC Zuzenhausen im Mai dieses Jahres. Grund für die Nöttinger Entscheidung, zu diesem Heimspiel nicht anzutreten: Neun verletzte und erkrankte Feldspieler. Weil auch der Absteiger 1. FC Bruchsal ein Spiel gegen Zuzenhausen absagte, kam Zuzenhausen kampflos zu sechs Punkten am Grünen Tisch und schaffte mit 27 Punkten den Klassenerhalt.

Leidtragender ist der SV Schwetzingen, der mit 25 Punkten absteigt. Und das wollen die Spargelstädter so nicht hinnehmen. Trainer und Abteilungsleiter Matthias Mrosek sagt: „Es ist eine klare Wettbewerbsverzerrung, wenn eine Mannschaft mit sechs Punkten am Grünen Tisch in der Liga bleiben darf und ein anderes Team absteigen muss, obwohl es alle Spiele bestritten hat.“ Mrosek glaubt, der FC Nöttingen hätte antreten können und müssen und spricht sogar von Absprachen.

Deshalb wandten sich die Schwetzinger auch an den Badischen Fußball-Verband mit der Bitte, den FC Nöttingen in die Landesliga zurückzustufen oder die Verbandsliga auf 13 Mannschaften aufzustocken. Der BFV entschied sich gegen diesen Antrag. Schwetzingen überlegt nun, rechtliche Schritte gegen diese Verbandsentscheidung einzuleiten, um eventuell mit einer Einstweiligen Verfügung in der Verbandsliga antreten zu dürfen.

Beim FC Nöttingen reagiert man gelassen auf die Attacken aus der Kurpfalz. „Die Vorwürfe sind einfach nur absurd und lächerlich. Der FC Nöttingen wird niemals vorsätzlich in den Abstiegs- oder Meisterkampf eingreifen“, sagt Vorsitzender Dirk Steidl. Er könne den Ärger des SV 98 zwar verstehen, aber am Tag der Absage sei einfach alles zusammengekommen, so Steidl.