760_0900_80627_180428_EP_Ver_akh0614.jpg
Die Luft ist raus: Fabian Dykta (links) und Davor Sruk von der TGS Pforzheim nach der deutlichen Niederlage in Neuhausen.  Foto: Eibner 

Akku leer: TGS Pforzheim kassiert klare Niederlage beim TV Neuhausen

Neuhausen/Pforzheim. Eine empfindliche 24:39-Niederlage kassierte die TGS Pforzheim im letzten Auswärtsspiel der Drittliga-Saison beim abstiegsbedrohten TV Neuhausen. Als die TGS nach sechs Spielminuten mit 5:2 in Front lag, war der bittere Abend im Metzinger Stadtteil noch nicht abzusehen.

Dann aber hatten die Spieler des Zweiligaabsteigers die Faxen wohl dicke. Angetrieben von Spielmacher Jan Reusch, der kaum zu halten war, stand es nach 20 Spielminuten 12:6 für die Männer von der Schwäbischen Alb. Begünstig war die Führung der Neuhausener allerdings durch zahlreiche Pforzheimer Ballverluste. Das Spiel entwickelte sich zunehmend zu einem Schaulaufen für Neuhausen. So war der Pausenpfiff beim Stand von 22:10 für die TGS fast eine Erlösung.

Deutliche Worte fand Trainer Andrej Klimovets bei seiner Pausenansprache und forderte von seinen Jungs, sich mit Anstand und Einsatz zu präsentieren. Lukas Salzseeler sollte in der 5:1-Deckung die Kreise von Jan Reusch stören, was ihm auch ganz gut gelang. Deutlich aggressiver agierte fortan die TGS-Defensive, doch sollte diese Arbeit keine Früchte tragen, da die Rot-Weißen in der Offensive immer wieder beste Chancen liegen ließen und wiederholt an Torhüter Kai Augustin scheiterten.

Die Neuhausener hingegen versöhnten ihr Publikum mit tollen Toren für eine enttäuschende Drittligasaison. Einzig positive Erscheinung auf Pforzheimer Seite waren der in Hälfte zwei für Alex Klimovets eingesetzte Linkshänder Jakob Fassunge und in der Schlussphase des Spiels der für Markus Bujotzek eingewechselte Antonio Bogdanic.

„Eigentlich ist es der Wahnsinn, dass eine Mannschaft mit so viel Qualität wie Neuhausen, die ich als Meisterschaftsfavorit gehandelt habe, höchstwahrscheinlich absteigen muss. Da muss vieles falsch gelaufen sein“, sagte TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel und ergänzte: „Wenn diese Mannschaft zusammen bleibt, dann steht für mich der Meister der kommenden BWOL-Saison schon fest. Dass wir hier untergegangen sind, tut weh. Aber die Akkus der übrig gebliebenen Leistungsträger sind komplett leer, da geht auch über den Willen nichts mehr und unsere Nachwuchsspieler sind gegen solch eine mit Profis bestückte Übermacht völlig überfordert.“ Trotzdem werde das Team beim Saisonfinale am Samstag daheim gegen den Ligakrösus aus Dansenberg nochmal alles geben.