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04.03.2010

Alexander Stolz wieder Nummer zwei beim VfB Stuttgart

STUTTGART. Alexander Stolz darf wieder auf sein erstes Bundesligaspiel hoffen. Der 26-Jährige rückt beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart bis Saisonende zur Nummer zwei hinter Jens Lehmann auf. Stolz profitiert vom Ausfall Sven Ulreichs, der sich beim EM-Qualifikationsspiel der U 21 gegen Island das Wadenbeinknöpfchen im linken Knie gebrochen hat und acht Wochen ausfällt.

Sollte sich Lehmann in den verbleibenden zehn Bundesligaspieltagen verletzen oder gesperrt werden, steht der Hohenwarter im Kasten. VfB-Trainer Christian Gross hat in diesem Fall vollstes Vertrauen in Stolz. „Er hat bewiesen, dass auf ihn Verlass ist“, sagte der Schweizer bei der  Pressekonferenz am Donnerstag.

Stolz war Ende 2009 von Gross zur Nummer drei bei den Roten degradiert worden. Davor übte er mit Sven Ulreich gleichberechtigt die Stellvertreterrolle aus. Stolz konnte zuletzt auch keine Spielpraxis bei der VfB-Reserve in der dritten Liga sammeln, da er der Altersbeschränkung – nur drei Spieler über 23 Jahren dürfen auflaufen – zum Opfer fiel.

Spannend ist die Frage, mit welchen Keepern die Schwaben in die neue Saison gehen. Das 21-jährige VfB-Eigengewächs Sven Ulreich gilt beim VfB als aussichtsreicher Kandidat für die Lehmann-Nachfolge – sollte der ehemalige Nationalkeeper seine Karriere im Sommer wie angekündigt beenden. Allerdings hat die sportliche Leitung auch eine externe Lösung bisher nicht ausgeschlossen. Der Name von Jaroslav Drobny, der im Sommer ablösefrei von Hertha BSC zu haben ist, hält sich hartnäckig auf dem Wasen.

Bei einer Verpflichtung des Tschechen wäre Stolz vermutlich wieder die Nummer drei. Und dann stehen die Zeichen auf Abschied. „Es würde wohl nicht viel Sinn machen, wenn Alexander dann in Stuttgart bleibt“, deutet Stolz-Berater Ronny Zeller einen möglichen Vereinwechsel an. Mit der Rolle des Ersatzmanns hinter Sven Ulreich könne sich sein Schützling hingegen anfreunden.