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16.08.2013

Alexander Velte zum besten Kreisliga-Trainer gewählt

Ein Spieler identifiziert sich mit seiner Mannschaft – zumindest war das früher öfter der Fall. Das Wappen auf der Brust der Vereins- oder Nationalmannschaft erfüllte einen mit Stolz und veranlasste immer alles zu geben. In der heutigen Welt steht oft das Geld im Vordergrund. Wer mit dem Fünfziger schneller wedelt als er Los sagen kann, gewinnt das Wettziehen und holt sich so seinen Lieblingsspieler oder –trainer.

Es entsteht das Gefühl eines Online-Shops in welchem die millionenschweren Mäzene ihre Objekte der Begierden betrachten, mitbieten und ersteigern. Für Trainer, die bei solchen Vereinen arbeiten, ist es natürlich einfacher eine gute Elf zusammenzustellen. Dabei muss sich der Trainer nicht mal ins Zeug legen. Der gekaufte Superstar für mehrere Millionen wird dem Perspektivspieler vorgezogen. Umso wertvoller ist es im heutigen Tagesgeschäft, wenn es noch Autoritätspersonen gibt, die den Erfolg der Mannschaft nicht nur durch hochkarätige Transfers erreichen, sondern eine intakte Mannschaft mit vielen jungen Spielern formen. Ist einer, der viele teure Stars holt und mit diesen Spielern den Pokal gewinnt auch automatisch der beste Trainer? Trainer müssen motivieren, fördern und verstehen. Auch das Umfeld des Vereins ist von enormer Bedeutung. Die richtige Balance da zu finden ist eine regelrechte Herkules-Aufgabe. Wenn dann noch das nötige Kleingeld stimmt, kann auch mal gerne ein Hochkaräter gekauft werden, doch sollte damit immer auch ein intelligenter Weg eingeschlagen werden. PZ-news hat bei seiner letzten Kreisliga-Abstimmung eben diesen Typ von Trainern gesucht. Letztendlich konnte sich Alexander Velte von der Spielvereinigung Conweiler-Schwann mit 48,5 Prozent vor Norbert Volsitz (FSV Buckenberg) mit 31,4 Prozent und dem Trainerduo Patrick Bouquerot und Stefan Rapop (beide 1. FC Ersingen) mit 20,0 Prozent durchsetzen. PZ-news stellt den besten Trainer der letzten Kreisliga-Saison etwas näher vor.

Name: Alexander Velte

Geburtsdatum: 12.01.1969

Position: Trainer

Bisherige Vereine (als Spieler): Spvgg Conweiler-Schwann, 1. FC 08 Birkenfeld & SV Spielberg

Bisherige Vereine (als Trainer): Spvgg Conweiler-Schwann, VfB Pfinzweiler

Lieblingsbeschäftigung: Neben dem Fußball, meiner Familie und der Arbeit bleibt nicht so viel Zeit für andere Sachen. Ich bin Bayern-Fan und versuche daher so oft wie möglich ins Stadion zu gehen. Beim diesjährigen Champions-League-Finale in Wembley Dortmund gegen Bayern war ich live dabei. Außerdem betreue ich parallel zur aktiven Mannschaft auch noch die Jugend in Coschwa.

Das sagt Patrick Merkle (Spieler der Spvgg Conweiler-Schwann) über seinen Trainer: „Alex übt seinen Trainerjob mit viel Engagement und Leidenschaft aus. Im Training gibt es viel Spaß, aber trotzdem verlangt er ein bestimmtes Maß an Disziplin. Die Einheiten sind sehr abwechslungsreich und es wird versucht viele Sachen spielerisch zu lösen. Intern legt er viel Wert auf Kameradschaft. Da kommt es dann auch schon mal vor, dass man einen mit trinkt. Mit Alex passt es einfach.“

Das sagt er über sich: Wenn ich mich zurückerinnere, fallen mir spontan zwei Dinge ein: Damals in der C- oder B-Jugend haben wir gegen die zweite Mannschaft des Karlsruher SC gespielt. Zwischen den Pfosten stand zu dieser Zeit Olli Kahn. Umso schöner, dass ich zwei Tore gegen erzielen konnte. Außerdem werde ich mein erstes Fußballspiel in Coschwa nie vergessen. Im Jahre 1976 in der E-Jugend traten wir bei der Spielvereinigung Unterreichenbach/Engeldsbrand an. Unser Betreuer hatte uns im Vorfeld der Partie vor dem spielstarken Gegner ausdrücklich gewarnt. Daher sind wir die Partie natürlich auch mit dem nötigen Respekt angegangen. Letztlich umsonst – wir gewannen das Spiel 17:0, wobei ich elf Tore selbst erzielen konnte. So stark waren sie dann anscheinend doch nicht.

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