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Hoffnungsträger nach Verletzungen: TGS-Keeper Sebastian Ullrich und Abwehrrecke Roy James (rechts).  Foto: Becker, PZ-Archiv 

Am Samstag ist die Defensive gefordert: TGS Pforzheim will vorne dran bleiben

Pforzheim. Es geht wieder los. Nach einmonatiger Pause dürfen sich Pforzheims alte und durch die brisante Handball-Weltmeisterschaft wohl auch neu animierten Handballfreunde wieder auf Handball der 3. Bundesliga freuen. Gegner der TGS Pforzheim ist am Samstagabend zur gewohnten Anwurfzeit um 19.00 Uhr in der Bertha-Benz-Halle der VfL Pfullingen.

Ein Gegner, mit dem sich die Wartberger schon seit Jahren vom Kampf geprägte Auseinandersetzungen auf Augenhöhe liefern. Der bei den Heimspielen der Nordstädter fast schon obligatorische Samstag-Krimi dürfte damit gesichert sein.

Wenn auch hinter dem Wiedereinsatz von Keeper Sebastian Ullrich und Abwehrrecke Roy James noch kleine Fragezeichen stehen, kann Andrej Klimovets wohl seinen kompletten Kader auf die Platte schicken. Fast schon ein Luxusproblem für den Handball-Weltmeister, nachdem er in den vergangenen Spielrunden stets wegen Verletzungen improvisieren musste.

Die Gunst der Stunde nutzen und an der Tabellenspitze dran bleiben, lautet die Vorgabe der derzeit auf Rang sechs der Tabelle platzierten Wartberger für den weiteren Rundenverlauf. Spitzenreiter HSG Konstanz dürfte zwar schon enteilt sein, doch zum Tabellenzweiten, derzeit TuS Dansenberg, ist man bei drei Punkten Abstand durchaus in Schlagdistanz. Oben dran zu bleiben ist auch schon deshalb wichtig, weil den bis Platz sechs platzierten Mannschaften der 3. Bundesliga die Teilnahme am Pokal des Deutschen Handball-Bundes und damit ein prominenter Gegner winkt.

Mit dem VfL Pfullingen stellt sich einer der spielstarken württembergischen Mannschaften vor, die ab 2002 sogar für vier Spielrunden in der 1. Bundesliga auflief. Nach wirtschaftlichen Problemen setzt man nun vor allem auf die Jugendarbeit, der Großteil der Mannschaft sind Eigengewächse. Die „Echazkrokodile“ stellen mit einer Quote von über 30 Treffern eine der stärksten Angriffsreihen der Liga. Möglich war dies vor allem dank einer „schnelle Mitte“ nach Gegentoren und seine sehr effektive erste und zweite Welle nach Ballgewinnen der offensiven Abwehrformation. Nicht von ungefähr ist daher, dass mit Marc Breckel einer der Außenstürmer die Schützenliste der Württemberger mit 91 Treffern anführt. Aber auch der Rückraum mit Niklas Roth, Micha Thiemann und Spielmacher Florian Möck kann sich mit seiner Wurfausbeute sehen lassen. Wichtig für einen Erfolg der Wartberger ist daher am Samstag vor allem: die Rückwärtsbewegung muss stimmen.